Anna

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Language: English Stories | Deutsche Geschichten
Consent: Noncon | Consensual
Length: Flash | Short | Medium | Long
LGBT: Lesbian | Gay | Trans
Theme: Gang Rape | Female Rapist | SciFi | Fantasy
Blue
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Joined: Sun Apr 06, 2025 9:01 am

Anna

Post by Blue »

Teaser:
Dies wird eine sehr lange Geschichte mit zig Fortsetzungen werden. Eigentlich hatte ich gedacht, sie für den langen naNoWriMo,-Wettbewerb verwenden zu können, aber wegen mehrerer Krankenhausaufenthalte und starker Schmerzen habe ich es leider nicht geschafft, die Story rechtzeitig zu beenden. Wenn ich mir der deutschen Fassung fertig bin, werde ich sie bei entsprechendem Interesse wahrscheinlich auch noch auf Englisch veröffentlichen.
Die Geschichte handelt von Hans, einem jungem deutschen Wehrmachtsleutnant, der sich Anfangs 1945 wegen einer Kriegsverletzung in einen Hospital in einem ehemaligen Kloster in Prag aufhält. Dort lernt er Marie und Anna (Mutter und Tochter) näher kennen, die sich nach offenbar mehreren Vergewaltigungen ebenfalls dort befinden und von Dr. Stein, dem Leiter des Lazarettes, behandelt werden. Wobei Dr. Stein ein eigenartiges Interesse an der Geschichte der beiden Frauen zu haben scheint
Und als Hans- eigentlich mehr aus Langeweile - anfängt, sich um die beiden intensiver zu kümmern und sie zu pflegen, erfährt er nach und nach die Geschichte der beiden Frauen.

Achtung: die Geschichte beginnt recht harmlos, wird im Laufe aber teilweise recht brutal werden. Was vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein wird.

Der Autor dieser Geschichte hat die Regeln für das Veröffentlichen von Geschichten gelesen und akzeptiert. Der Autor garantiert, dass die folgende Geschichte keine der in der Sektion „Verbotene Inhalte“ aufgeführten Themen enthält.

Die folgende Geschichte ist ein fiktives Werk und dient ausschließlich der Unterhaltung. Sie schildert nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen. Sie ist in keiner Weise als Befürwortung nicht einvernehmlicher sexueller Handlungen im echten Leben zu verstehen. Ähnlichkeiten zwischen den Figuren der Geschichte und realen Personen sind rein zufällig.

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Inhaltsverzeichnis:

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Titel:
Anna

Autor:
Blue


Inhaltswarnungen:
Beginnt eher harmlos, wird aber im Laufe der Zeit recht brutal und ist sicherlich nicht jedermans Geschmack


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Nutze diesen Bereich, um deinen Lesern vor Beginn der Geschichte etwas mitzuteilen.
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Anna

Aller Anfang ist schwer

Vorbemerkung:
Die historischen und auch sonstige Daten lehnen sich zwar an tatsächliche Ereignisse an, sind aber teilweise reine Fiktion. Bitte stören Sie sich nicht daran.

Anfang 1945
Wir schreiben den Anfang des Jahres 1945. Das deutsche Heer beginnt, sich aus den besetzten Gebieten in Russland sowie im Osten Europas zurückzuziehen.
Von dort drängt die Rote Armee die Besatzer immer weiter zurück Richtung Westen. Und von Westen her erfolgt die Invasion der alliierten Streitkräfte, die nach ihrer Landung in der Normandie unerbittlich nach Deutschland einsickerten und versuchten, sich mit der Roten Armee zu vereinigen. Große Verdienste gebührten dabei den amerikanischen Streitkräften, deren Bomber nicht nur in Deutschland, sondern auch in den besetzten Ländern an der Ostgrenze große Schäden anrichteten.

Ursprünglich als 22-jähriger Leutnant in einer Sanitätskompanie der deutschen 12. Panzerdivision eingesetzt, befand ich mich seit ein paar Tagen im Emauskloster im von den deutschen Truppen besetztem Prag. Dort hatte das Deutsche Rote Kreuz ein kleines Lazarett eingerichtet, in dem verwundete deutsche Soldaten, aber auch verletzte Angehörige des deutschsprachigen Teils des ehemaligen Tschechiens behandelt wurden.

Was war passiert? Bei einem unserer Rückzugsgefechte aus Russland und den im Osten gelegenen besetzten Gebieten hatte mich ein Schrapnell eines Artilleriegeschosses am rechten Bein getroffen. Die Wunde selbst war nicht besonders tief oder gar gefährlich. Aber das Schrapnell hatte auch einen Nerv gestreift, der sich vom 4. Lendenwirbel über die Innenseiten des Oberschenkels über das Knie hinweg zur Innenseite des Unterschenkels/Schienbeines bis hinunter zum rechten Fuß zog. In der Folge hatte ich seit der Verletzung Probleme mit dem rechten Bein, die bis auf Weiteres einen aktiven Einsatz in der Truppe ausschloss.

Heftige Nervenschmerzen durchzogen Tag und Nacht das verletzte Bein. Fühlten sich diese im Oberschenkel, dort, wo der Nerv aus der Leiste heraus ins Bein austrat, an, als ob ständig ein Messer in den Oberschenkel getrieben und dann dort darin herumgestochert würde, entwickelten sich die Schmerzen im Bereich des Knies, als ob dieses jeden Moment explodieren würde. Hinzu kamen Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle im ganzen Bein, die sich nur ganz langsam zurückentwickelten.
Am schlimmsten aber waren die Schmerzen im Unterschenkel. Dort verliefen sie zwischen Wade und Schienbein und schienen mich an dieser Stelle von innen heraus aufzufressen. Brennende Schmerzen, verbunden mit elektrischen Stößen, die das ganze Bein durchzuckten, bis hin zum „Ameisenkribbeln“, das sich anfühlte, als würden tausende von Ameisen über den Unterschenkel wandern.

An einen Einsatz an der Front war jedenfalls derzeit nicht zu denken und so hatte sich das Einsatzkommando der 12. Panzerdivision dazu entschlossen, mich bis auf Weiteres zur Rekonvaleszenz ins Emauskloster nach Prag zu schicken. Das Deutsche Rote Kreuz hatte dort ein kleines Lazarett für Fälle wie mich eingerichtet. Dort lag ich nun seit einigen Tagen und versuchte mühevoll, mein rechtes Bein zu reaktivieren. Was mir teilweise auch recht gut gelang, denn schon nach wenigen Tagen konnte ich mich zumindest innerhalb des Klosters auch ohne Krücken frei bewegen. Nur diese verdammten Nervenschmerzen blieben und raubten mir in den Nächten jeden Schlaf.
Dies war auch der Grund, warum ich eines Tages beim Leiter des Lazaretts, Herrn Dr. Stein, vorstellig wurde.

Ich erklärte ihm, dass ich vor der Verletzung Leutnant in einer Sanitätskompanie gewesen war. Und damit auch eine recht umfangreiche Ausbildung und Erfahrung als Sanitäter vorweisen konnte.
Und dann bot ich ihm an, ihm hier im Lazarett Unterstützung durch meine Person zukommen zu lassen, soweit es mir möglich war.

Ich wusste, dass das Lazarett personalmäßig völlig unterbesetzt war und helfende Hände jederzeit gerne gesehen wurden. Tagsüber konnte der Leiter der Einrichtung auch auf genügend Hilfskräfte aus der Bevölkerung zugreifen. Diese sorgten vor allem in der Küche und in der Wäscherei dafür, dass es dem Kloster nur an Wenigem mangelte. Schwierig hingegen waren die Nächte. Dort musste Personal mit medizinischen Kenntnissen eingesetzt werden und derartiges Personal war seinerzeit in Prag kaum aufzutreiben – schon gar nicht für Nachtdienste.

Ich erklärte dem Leiter, dass ich nachts ohnehin dank der Nervenschmerzen nicht schlafen konnte. Und dass ich deshalb bereit wäre, die Einrichtung beim Nachtdienst zu unterstützen. Schlafen konnte ich dann tagsüber immer noch zur Genüge.

Für einen Moment zögerte der Leiter der DRK-Einrichtung. Doch als ich ihn davon überzeugen konnte, dass ich auf dem medizinischen Gebiet durchaus die nötige Qualifikation und Erfahrung hatte, um auch allein Nachtdienste durchführen zu können, nahm er mein Angebot schließlich doch an – zur Freude all derjenigen, die diesen Dienst bislang wechselweise durchführen mussten.

Heute war es dann so weit, dass der Leiter mich durch die Einrichtung führte und mir die Besonderheiten erklärte, die auf mich warten würden.
Im vorderen, helleren Teil des Klosters befanden sich die „Normalverletzten“ oder Kranken. Also Personen, die in der Regel kaum Betreuung benötigten, auch nicht in der Nacht. Hier genügte es, hin und wieder vorbeizuschauen und nachzusehen, ob niemand unbefugt das Lazarett verlassen hatte. Was aber, wie mir Dr. Stein versicherte, bislang nie vorgekommen war.

Ganz anders der hintere Teil. Dort befanden sich einige Schwerverletzte, von denen die meisten wohl nicht überleben oder ihr Leben bis zum Ende als Krüppel verbringen würden. Ein schauriger Teil des Klosters, den die meisten der Beschäftigten mieden, sofern es sich mit ihren Aufgaben vereinbaren ließ.
Hier würde meine Aufgabe darin bestehen, dafür zu sorgen, dass die Schwerverletzten genügend Schmerzmittel bekamen, um zumindest halbwegs zufriedenstellend durch die Nacht zu kommen. Und natürlich auch die sonstigen Handreichungen zu bewerkstelligen, die zu so einem Job gehören. Wer von Euch schon einmal längere Zeit im Krankenhaus lag, weiß bestimmt, wovon ich rede. Aber im Moment war das Lazarett nur schwach besetzt, so dass ich mich hier nicht allzu oft würde aufhalten müssen.
Dann führte mich der Lazarettleiter in einen anderen, großen, aber relativ düsteren, Raum. Die Vorhänge waren zugezogen, es fehlte an frischer Luft. An den Wänden standen zahlreiche Regale, auf denen dicke, alte Bücher standen und den typischen Bibliotheksgeruch absonderten.

In einer der Ecken des Raumes stand ein Krankenbett, in dem zugedeckt und reglos eine Person lag. An einem Infusionsständer hingen Infusionsflaschen, teils leer, teils noch vollständig gef/size]üllt.

In der gegenüberliegenden Ecke, nahe dem Fenster, saß eine Frau im Nachthemd mit angewinkelten Knien auf dem Bett und wippte stumm mit dem Oberkörper hin und her.
Soweit ich es in der Düsternis erkennen konnte, dürfte diese Frau Anfang 20 sein. Was aber schwer einzuschätzen war, da ihre Gesichtszüge ziemlich abgemagert waren. Was ich aber erkennen konnte: sie war durchaus hübsch. Langes dunkelrotes Haar umströmte ihr Gesicht. Das Haar bedurfte allerdings dringend wieder einmal einer gründlichen Wäsche und ich vermerkte in meinem Hinterkopf, dass dies eine der ersten Aufgaben sein würde, die ich während des Nachtdienstes verrichten würde.

Der Lazarettleiter zog mich am Ärmel aus dem Zimmer hinaus und schloss die Türe leise hinter uns, ging mit mir ein Stück im Flur entlang, bevor er zögernd zum Reden ansetzte.
„Dieser Raum, den sie eben gesehen haben, gehört eigentlich nicht zum Lazaretttrakt, sondern war die Bibliothek des Abtes. Hier hatte dieser vor der Zwangsräumung des Klosters seine Studien durchgeführt. Da wir keine Verwendung für diesen Raum hatten, bezogen wir ihn in das Lazarett mit ein, als die beiden Personen, die sie eben gesehen haben, hier bei uns eintrafen.“

Dr. Stein griff in seinen Arztkittel, holte ein Zigarettenetui hervor und bot mir eine Zigarette an, die ich dankbar annahm. Eigentlich bin ich zwar Nichtraucher, aber in bestimmten Situationen wirkte es für mich beruhigend, wenn ich eine Zigarette in der Hand halten und hin und wieder daran ziehen konnte. Und ich spürte, dass hier eine dieser Situationen vorlag.

Auch Dr. Stein nahm sich eine Zigarette aus dem Etui und gab uns beiden Feuer. Er nahm einige tiefe Züge, bevor er mit seiner Erklärung fortfuhr.
„Die beiden Frauen sind Mutter und Tochter. Sie heißen Marie und Anna, wobei Anna die Tochter ist, die sie eben auf dem Bett sitzen sahen.“
Wieder nahm der Doktor einen tiefen Zug aus seiner Zigarette, schluckte ein paar Mal. Offenbar fiel es ihm schwer, mit seinen Ausführungen fortzufahren.
„Die beiden kamen vor einer Woche hierher ins Lazarett. Ein Flüchtlingstrupp aus dem Osten hatte sie irgendwo auf einer kleinen Landstraße aufgelesen und mit sich geführt, bis sie hier in Prag ankamen. Dort wurde ihnen von einem Arzt empfohlen, die beiden Frauen hier bei uns abzuliefern, da wir als kleine Einrichtung den Frauen vielleicht besser helfen könnten als die großen, völlig überfüllten Krankenhäuser in der Stadt.“

Erneut zog Dr. Stein an seiner Zigarette, wobei ich bemerkte, dass seine Hand leicht zitterte.

„Und so brachten sie sie zu uns, da ich nicht nur Chirurg bin, sondern auch eine Ausbildung als Psychiater habe. Beide Fachgebiete würden mir hoffentlich bei der Behandlung der Frauen zugutekommen.“
Ein letzter Zug aus der Zigarette. Achtlos warf Dr. Stein die Kippe auf den Marmorboden. Irgendeine der Frauen, die hier im Kloster als Putzfrau eingestellt waren, würde sie schon beseitigen. Dann zündete er sich gleich eine weitere Zigarette an.

„Die Namen der Frauen konnten wir den Ausweispapieren entnehmen, die sie bei sich trugen. Mehr aber auch nicht. Marie liegt im Halbkoma, ist nicht ansprechbar und muss über Infusionen mit Medikamenten und dem Lebensnotwendigsten versorgt werden. Und Anna weigert sich bislang strikt, auch nur ein Wort zu sagen. Was die Arbeit nicht leichter macht.“
Wieder schluckte Dr. Stark. Irgendetwas schien ihn sehr zu berühren und er zögerte, mit seiner Erzählung weiterzufahren.
Ich ließ ihm die Zeit, sich zu fassen, bevor er weitererzählte.

„Bei der Untersuchung von Marie, der Mutter, fielen mir sofort mehrere Dinge auf. Zum einen war die Frau ganz offenbar mehrmals auf brutalste Art und Weise vergewaltigt worden. Sowohl vaginal als auch rektal. Und wahrscheinlich auch oral, da ihr mehrere Zähne fehlen.
Der Unterleib der Frau glich dem eines geschlachteten Tieres, an dem sich ein Wahnsinniger ausgetobt hatte. Er war mit zahlreichen Messerstichen verunstaltet. Offenbar hatten der oder die Vergewaltiger versucht, Marie mit einem Messer zu rasieren und hatten dabei keine Rücksicht darauf genommen, besonders behutsam vorzugehen.“

Dieses Mal brauchte Dr. Stein mehrere Züge aus seiner Zigarette, bevor er erneut ansetzte.

„Die Vagina der Frau war völlig überdehnt. Wir konnten bei der Säuberung und Verarztung der dortigen Verletzungen noch Spuren von Sperma sicherstellen. Außerdem litt Marie an einem starken Blutverlust. Zum Glück hatten wir erst kürzlich passende Blutkonserven erhalten, mit denen wir diesen zumindest einigermaßen ausgleichen konnten.“
Dr. Stein zog mich mit in die Küche, wo das Küchenpersonal emsig arbeitete. Er bestellte zwei große Tassen starken Kaffees. Nachdem diese gebraut waren, drückte er mir eine der Tassen in die Hand und wir gingen schweigend in sein Arbeitszimmer. Als wir dieses betraten, hängte er ein Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht stören!“ an die Außenseite der schweren Zimmertüre.

Das Zimmer war wohl früher das Zimmer des Abtes des Klosters gewesen, wenn man die Ausstattung ansah.
„Nehmen Sie auf dem Sofa Platz, Hans, bevor ich fortfahre.“ Was ich auch tat, während Dr. Stein es sich in einem schweren Lesesessel, neben dem auf einem Tischchen zahlreiche Notizen lagen, bequem machte.

„Aber nicht nur Maries Vagina befand sich in einem üblen Zustand. Auch ihr Anus und ihre Brüste. Die Verletzungen außen am Anus und innen am Darm ließen den Rückschluss zu, dass Marie auch mehrfach anal vergewaltigt worden war. Auch hier fanden wir noch Spuren von Sperma, aber auch andere Hinweise, die darauf hindeuteten, dass Marie möglicherweise mit Gegenständen dort penetriert worden war.“

Jetzt musste ich heftig schlucken und Dr. Stein stand auf, füllte zwei bereitstehende schwere Kristallgläser mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit und reichte mir eines davon.

„Das werden Sie brauchen!“ Gleichzeitig zündete er zwei weitere Zigaretten an und reichte mir eine davon.

„Nachdem wir Maries Unterleib so gut wie möglich versorgt hatten, kümmerten wir uns um den restlichen Körper von Marie. Auch dieser wies schwerste Verletzungen und Verstümmelungen auf, die wir nur schwer behandeln konnten.

Marie waren mit einem offenbar recht stumpfen und dreckigen Messer die Nippel von den Brustwarzen abgetrennt worden. Dort hatten sich Entzündungen gebildet, die wir noch immer mit Antibiotika behandeln müssen. Darüber hinaus fanden wir an mehreren Stellen des Körpers Verbrennungen, die wohl von brennenden Zigaretten stammten, die dort ausgedrückt worden waren.“

Plötzlich schmeckte mir meine eigene Zigarette nicht mehr und ich drückte sie, obwohl sie erst zur Hälfte geraucht war, in einem neben dem Sofa auf einem Beistelltischchen bereitstehenden Aschenbecher aus.

Dr. Stein nickte. „Unter den Brüsten, die wohl auch auf andere Weise misshandelt worden waren, fanden wir auf den Rippen zwei Abdrücke der Sohlen von schweren Stiefeln. Stiefeln, wie normalerweise Soldaten sie tragen.

Wir säuberten auch diesen Bereich und legten dort mit elastischen Binden eine Art Brustkorsage an, die es Marie ermöglichen würde, trotz der mit den Rippenbrüchen verbundenen Schmerzen halbwegs komfortabel zu atmen. Und gleichzeitig würde dieser Verband hoffentlich bei der Heilung der Brüche helfen.“

Dr. Stein nahm einen tiefen Schluck aus seinem Glas und ich folgte seinem Beispiel. Bei der darin schwimmenden Flüssigkeit handelte es sich offenbar um einen starken, aber wohlschmeckenden Whiskey, der bestimmt schon einige Jahre gelagert worden war, bevor er hier extra für uns geöffnet wurde.

„Was uns ebenfalls Sorgen bereitete, war der Rücken. Auch hier ließ sich der Abdruck eines schweren Stiefels deutlich erkennen. Allerdings war dieser deutlich kleiner als die Abdrücke an der Vorderseite von Maries Körper. Der Größe nachzuschließen, dürften diese Abdrücke von einer Frau stammen, was uns ins Grübeln brachte.

Und dann fiel uns etwas anderes auf: in den Rücken Maries war mit einem Messer folgende Inschrift eingeritzt worden: „SS- Huren müssen leiden“. Und darunter war ein Stern, wie in die Rote Armee verwendete, eingeritzt. Zumindest ein Teil der Verletzungen stammte offenbar von russischen Soldaten!“

Wieder nahm Dr. Stein einen Schluck aus seinem Glas, trank es leer, bevor er fortfuhr.

„Wir versorgten Marie nach bestem Wissen und Gewissen mit allem, was wir hier an medizinischem Material haben. Trotzdem erlangte sie bisher ihr Bewusstsein nicht zurück. Hin und wieder ertönt aus ihrem Munde ein Ton, dem wir entnehmen können, dass ihr Unterbewusstsein gerade das wiedererlebt, was mit ihr geschehen war. Genaueres konnten wir diesen Lauten aber bislang nicht entnehmen.“
Damit beendete Dr. Stein seinen Vortrag über Marie. Eine Gänsehaut ergriff meinen ganzen Körper, als ich versuchte, das Erzählte in meinem Kopf zu verarbeiten.

Dr. Stein schenkte uns beiden in die fast leeren Gläser von der bernsteinfarbenen Flüssigkeit nach und zündete auch noch jedem von uns eine weitere Zigarette an.
Im Zimmer von Dr. Stein war es warm und der starke, aber sehr gute Alkohol tat ein Übriges, dass ich müde wurde. Doch Dr. Stein ließ mir keine Zeit, mich von dem Schock seiner ersten Geschichte über Marie zu erholen.

„Nachdem wir Marie einigermaßen versorgt hatten, wandten wir uns Anna zu. Sie hatte die OP die ganze Zeit verfolgt, aber keinen einzigen Ton von sich gegeben.
Wir baten sie, sich auszuziehen, damit wir uns auch ihren Körper ansehen konnten. Sie nickte zwar, blieb ansonsten aber regungslos, so dass ich zwei der Krankenschwestern bitten musste, sie ihrer Kleider zu entledigen und sie auf die OP-Trage zu legen.

Zusammen mit unserer Ärztin begannen wir, nun auch Annas Körper zu untersuchen Auch sie hatte offenbar mehrere Vergewaltigungen über sich ergehen lassen müssen, wobei die Verletzungen aber bei weitem nicht so großflächig und stark waren wie bei Marie.

Ich schätzte Annas Alter auf etwa 20 bis 22 Jahre. Ihre Brüste wiesen Spuren von Quetschungen auf, einige blaue Flecken um ihre Nippel zeigten, dass auch hier jemand versucht hatte, sich an ihren Brüsten zu vergehen.

Als wir sie dann auf den Rücken drehen wollten, um auch ihre Hinterseite zu begutachten, versuchte sie sich dagegen zu wehren. Erst das gute Zureden unserer Ärztin half, dass sie sich dann doch freiwillig auf den Bauch drehte.

Auch ihr Rücken wies einige Schnittwunden auf, die wir dann als „Huren müssen sterben“ identifizieren konnten. Wir desinfizierten diese Verletzungen und wandten uns dann ihrem Anus zu.

Anna war offensichtlich ebenfalls mehrfach anal vergewaltigt worden. Ihre Schleimhaut war an mehreren Stellen eingerissen und gerötet, aber anders als bei Marie konnten wir keine Anzeichen erkennen, dass sie auch mit anderen Gegenständen missbraucht worden waren.“

Dr. Stein nahm erneut einen großen Schluck aus seinem Glas und zog lange und tief an seiner Zigarette
.
„Letzten Endes hatten wir alles unternommen, um die beiden am Leben zu unterhalten und ihnen ihre Schmerzen so erträglich zu machen. Dennoch blieb Marie bis zum heutigen Tag im Koma. Und Anna? Ab und zu steht sie aus ihrem Bett auf, geht zu Marie, nimmt ihre freie Hand und murmelt ihr etwas Unverständliches zu. Dann geht sie zurück zu ihrem eigenen Bett, setzt sich darauf, nimmt die Stellung ein, die sie eben gesehen haben. Wippt vor sich hin und her und ab und zu gibt sie unverständliche Laute von sich. Das ist alles, was wir zu den beiden wissen.“

Damit beendete Dr. Stein seinen Vortrag und ließ ihn auf mich wirken.

Im Moment wusste ich nicht, was ich dazu sagen sollten. Die beiden Frauen hatten offenbar Schreckliches erlebt. Ob Marie die Qualen und Folterungen überleben würde, konnte Dr. Stein nicht sagen. Aber seinem Gesichtsausdruck nach glaubte er wohl nicht daran.

Nach einer Weile ergriff ich als erster das Wort: “Woher die beiden kommen, wissen Sie nicht genau?“

„Nein.“ antwortete Dr. Stein. „Ihre Ausweispapiere sind in einer Gegend ausgestellt, die viel zu weit weg von hier ist, als dass sie es zu Fuß bis hierhergeschafft haben könnten. Der Flüchtlingstrupp, der sie mit nach Prag brachte, hatte sie ca. 50 Kilometer östlich von Prag in einem kleinen Heuschober entdeckt, wo sie sich versteckt hatten, weil sie offenbar nicht mehr alleine weiterkamen. Zu dieser Zeit wurden dort in der Gegend erste Spähtrupps der russischen Armee gesichtet. Wahrscheinlich sind sie einer dieser Gruppen in die Hände gefallen. Aber das erklärt noch nicht so recht alle Verletzungen. Einige von ihnen scheinen schon älter zu sein, andere waren noch ganz frisch, als sie hier ankamen.“

Ich fragte nach: „Ist Marie schon seit ihrer Ankunft hier bewusstlos? Und hat Anna seitdem tatsächlich kein Wort gesprochen?“

„Ja, Marie war schon bewusstlos, als die beiden hierhergebracht wurden. Und das einzige Wort, das Anna immer wieder einmal spricht, wenn sie bei ihrer Mutter sitzt, ist „Mamuschka“. Ich habe alles Mögliche versucht, um sie zum Reden zu bringen, es war erfolglos.“

Bei Dr. Steins Erzählung lief es mir kalt über den Rücken. Offenbar hatten die beiden Schreckliches erlebt. Mehrfache brutale Vergewaltigungen und wer weiß, was noch alles.
Ich nahm mir vor, mehr über das Schicksal der beiden Frauen zu erfahren. So wie es nach der Führung von Dr. Stein durch das kleine Lazarett aussah, würde ich während der Nachtschichten genügend Zeit haben, um diese mit Anna und auch mit Marie zu verbringen. Bei Marie mussten eh die Verbände gewechselt, Infusionen angebracht und viele weitere Dinge erledigt werden, so dass ich automatisch in die Nähe von Anna kommen würde. Und auch Annas Verletzungen mussten weiter versorgt werden. Vielleicht konnte ich es dabei schaffen, ihr wenigstens ein paar Worte zu entlocken.

Dr. Stein schien meine Gedanken gelesen zu haben. „Nun Hans, wollen Sie wirklich die Nachtdienste übernehmen? Sie haben gesehen, was da auf sie zukommt.
Eigentlich sollen Sie sich hier ja erholen und baldmöglichst genesen, um wieder an die Front geschickt zu werden. Aber ich habe Sie die letzten Tage beobachtet: Die Schrapnellwunde an sich ist nicht gefährlich, das heilt in wenigen Tagen. Schlechter sieht es um die Schmerzen in ihrem rechten Bein aus. Hier wurde offenbar ein Nerv verletzt und das bereitet Ihnen heftigste Schmerzen, die sie nachts nicht schlafen lassen. Und tagsüber fallen Sie dann in kurze Schläfchen, um ihrem Körper ein wenig Erholung zu gönnen. Aber Ihre medizinischen Kenntnisse befähigen Sie jedenfalls dazu, die Nachtschichten zu übernehmen.“

Und mit einem Augenzwinkern fuhr Dr. Stein fort: „Und das Schicksal von Marie und Anna scheint Ihnen nahezugehen und Sie brennen regelrecht darauf, zu erfahren, was den beiden Frauen widerfahren ist.“

„Ja, Sie haben recht. Genauso ist es. Übertragen Sie mir die Nachtdienste?“

„Ja, mit einer Bedingung: Sie unterrichten mich sofort, wenn Sie einen Fortschritt bei Marie und Anna erleben!“

Ich streckte Dr. Stein meine Hand entgegen und mit einem festen Handdruck schlug dieser ein.
„In Ordnung. Melden Sie sich heute Abend um 19.00 Uhr bei Gustav, unserem Pfleger, der diese W
oche die Nachtschicht hat. Sie werden ihn heute Nacht begleiten und Gustav wird Ihnen erklären, worauf Sie während der Schichten zu achten haben werden. Wenn Gustav der Meinung ist, dass sie das meistern können, dürfen Sie ab morgen Abend allein Dienst schieben. Und denken Sie daran: die Berichterstattung ist wichtig!“ Dr. Stein prostete mir noch einmal mit seinem Whiskeyglas zu, dann verabschiedete er mich.


Ende von Kapitel 1
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Blue
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Teil 2 - Marie

Post by Blue »

Marie
Ich ging zurück zu meinem Krankenbett und legte mich darauf. Der Rundgang mit Dr. Stein hatte mich müde gemacht und mein rechtes Bein brannte wieder wie Feuer. Also streckte ich mich aus, deckte mich zu und versuchte, mir das eben Erlebte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Wobei mir der hintere Raum mit den beiden Frauen Marie und Anna am meisten in der Erinnerung hängen geblieben war. Doch schnell fielen mir die Augen zu und ich verpasste das Mittagessen.
Erst zum Abendessen wachte ich wieder auf. Etwas desorientiert, wie ich zugeben musste. Die Schilderung von Dr. Stein, welche Verletzungen er bei Marie und Anna entdeckt und behandelt hatte, hatte in meinen Träumen Fantasien wachwerden lassen, für die ich mich nun schämte. Fantasien, die sicherlich viele Soldaten im Krieg hatten. Und offenbar hatten einige diese Gedanken dann auch verwirklicht. Nun, Krieg ist Krieg und schon seit Urzeiten gehörten Vergewaltigungen zu den Dingen, mit denen sich Sieger ihre Belohnungen holten oder ganze Bevölkerungen eingeschüchtert wurden.

Ja, auch ich hatte hin und wieder solche Träume, aber bislang hatte ich von Vergewaltigungen nur gehört oder gelesen. Nun aber schien mich die Realität einzuholen.
Nach dem Abendessen begab ich mich zu Gustav, dem Pfleger, der diese Woche den Nachtdienst übernommen hatte.

Gustav war schon von Dr. Stein persönlich darüber unterrichtet worden, dass ich ihn heute Nacht bei seinem Dienst begleiten würde. Und sollte Gustav dabei den Eindruck gewinnen, dass ich es schaffen würde, allein den Nachtdienst zu übernehmen, dürfte ich dann in der folgenden Nacht ohne Gustavs Begleitung durch die Räume wandern und die Kranken und Verletzten versorgen. Und damit auch durch das Zimmer, in dem Marie und Anna lagen.

Gustav drückte mir einige Infusionsflaschen, Medikamente und Verbandsmaterial in die Hand, die ich in einen Verbandswagen legen sollte. Dann stellte er noch paar Thermoskannen obendrauf und unser Rundgang begann.

Unsere ersten Patienten waren die Kranken und Leichtverletzten im vorderen Teil des Lazaretts. Hier gab es wenig Aufregendes zu tun. Verteilen der Medikamente, Wechseln von Verbänden, wobei es meist leichtere Verletzungen waren, die bei den meisten bereits am Verheilen waren. Dazu schenkten wir den Leuten noch Tee für die Nacht aus. Ein kurzes Pläuschchen hier und dort verkürzte die Zeit und so war ich erstaunt, wie schnell wir diesen großen Raum verlassen konnten.

Dann näherten wir uns dem hinteren Teil des ehemaligen Klosters, in dem die Schwerverletzten untergebracht waren. Bevor wir diesen betraten, vergewisserte sich Gustav noch einmal bei mir, dass ich der Aufgabe, die dort auf mich wartete, tatsächlich gewachsen war. Aber ich nickte unverzüglich. Ich hatte für mich beschlossen, diese Aufgabe zu machen und nichts sollte mich davon abhalten.
Als wie die schwere Eichentüre zu dem dort befindlichen großen Saal betraten (das war wohl früher der Speise- und Aufenthaltsraum der Mönche gewesen), trat ich unwillkürlich einen Schritt zurück. Ein Geruch nach Krankheit, Tod und gar Verwesung schlug mir entgegen. Und auch die Geräuschkulisse war ganz anders als im vorderen Teil des Klosters, den wir zuerst besucht hatten. Dort war es leise gewesen, nur gelegentliches Räuspern oder Murmeln hatte die Stille durchbrochen. Hier aber wogte eine Welle der unterschiedlichsten Geräusche durch den Raum. Stöhnen, Schmerzensschreie, Gejammere, eine Mischung aus meist grässlichen Geräuschen
.
Gustav schaute mich noch einmal an. Dann langte er in seine Hosentasche und holte ein Paar Ohrenstöpsel für mich heraus und reichte sie mir: „Hier, das wird dir in den ersten Tagen sicherlich helfen. Mit der Zeit wirst du dich aber daran gewöhnen und sie vielleicht nicht mehr gebrauchen.“ Dann schritt er mir voraus mit festen Schritten und ich folgte ihm zögerlich, den Verbandswagen hinter mir herziehend.

Auch hier begann Gustav mit den Verletzten, die in der vordersten Reihe lagen. Ein Schwerverletzter, dem das Bein hatte amputiert werden müssen, weil das Risiko einer Blutvergiftung ansonsten zu groß gewesen wäre.

Gemeinsam wickelten Gustav und ich den Verband am Wundstumpf ab, säuberten die fast verheilte Wunde und legten Walter, wie der Verletzte hieß, einem neuen Verband an. Dann reichten wir ihm die Schmerztabletten, die ihm die Nacht erleichtern konnten, und auch hier dazu eine Tasse Tee. Walter bedankte sich und wir zogen weiter.
Bei den nächsten Verletzten standen in der Regel nur Verbandwechsel an. Auch wenn die Verwundungen unterschiedlich waren, waren das Routineaufgaben, wie ich sie selbst schon öfters im Alltag unserer Sanitätskompanie gesehen und auch selbst behandelt hatte.

Doch dann kamen wir in den hinteren Teil des großen Raumes, in dem – teils hinter Sichtschutzwänden – die Schwer- und Schwerstverletzten untergebracht waren. Das war der Teil des Gebäudes, den die meisten Bediensteten und Pfleger im Lazarett am häufigsten mieden.

Gustav nickte mir aufmunternd zu, drückte mit seiner Pranke fest meine rechte Hand. Und zog mich dann hinein in die Düsternis.
Gustav drückte mir eine Stirnlampe in die Hand und setzte sich selbst auch eine auf. Hier, wo nie Tageslicht in den Raum trat, war das auch nötig.
Dann begann Gustav mit der Arbeit und ich ging ihm zu Hand, so gut ich nur konnte. Und passte gut auf, was er bei den Verletzten machte, versuchte mir deren Namen zu merken und hin und wieder kam sogar ein kleines Gespräch mit dem einen oder anderen der Verletzten in Gange.

Hier gab es alles an Verletzungen, die im Krieg vorkommen konnten. Ein Verletzter mit einem Kopfschuss wimmerte nur vor sich hin, als wir ihm den Verband wechselten und ihn seine Medikamente nehmen ließen.

Einem anderen Verletzten fehlten das rechte Bein und der rechte Arm komplett. Er war auf eine Miene getreten, wie mir Gustav erklärte. Dieser Mann hatte kaum eine Chance zu überleben und das Personal rechnete jeden Tag mit seinem Tod. Trotzdem versuchte man, ihm das Leben bis zu diesem Zeitpunkt zu erleichtern.

Gleiches galt für einen schon älteren Mann, der noch die Rangabzeichen eines Oberstleutnants an seinen Kleidern trug. Ihn hatte ein übler Bauchschuss erwischt und ihm seine Innereien zerfetzt. Auch wenn Dr. Stein alles versucht hatte, ihn wieder zusammenzuflicken, gab es nach wie vor innere Verletzungen, die vor sich hinbluteten. Und all die Infusionen, die er bekam, konnten nicht verhindern, dass es auch bei ihm nur eine Frage der Zeit war, bis er hinwegsterben würde.

Nach etwa 2 Stunden schwerer Arbeit hatten wir auch diese Patienten verarztet und begaben uns in einen kleineren Raum, in dem es ein Fenster gab, das wir unverzüglich öffneten. Ich holte erst einmal ein paar tiefe Atemzüge, bevor ich mich auf einen der Holzstühle, die an einem kleinen Tisch im Raume standen, setzte.
„Und?“ fragte Gustav besorgt. Er hatte die Leichenblässe erkannt, die meine Wangen überzog.

„Puh, das war wirklich hart!“ Ja, und das war es auch. Unsere Aufgabe in der Sanitätskompanie war es, die Verletzten vom Schlachtfeld zu holen, sie notdürftig zu versorgen und dann hinter die Front in eines der Lazarette zu bringen, wo die weitere ärztliche Behandlung erfolgen sollte. Sicher, auch dort sahen wir schreckliche Verletzungen, aber da wir uns nur kurz mit den Soldaten befassen konnten, war dies weitaus einfacher zu bewältigen als die Arbeit in einem Lazarett wie hier im Emaus-Kloster. Das war es auch, was ich versuchte, Gustav zu erklären.

Der langte in seine Jackentasche und holte eine Metallflasche hervor, deren Verschluss er öffnete. Er nahm als erstes einen tiefen Schluck, dann reichte er mir die Flasche. „Hier, das wird dir helfen!“
Ich nahm die Flasche entgegen und trank vorsichtig einen kleinen Schluck. Es war ein ganz feiner Williams-Christ-Birnenschnaps, der nur wenig im Halse brannte. Ich nahm einen weiteren, diesmal tieferen Schluck, bevor ich den Behälter an Gustav zurückreichte.

„Bester Birnenschnaps aus dem Hause meiner Eltern. Bevor du ab morgen deinen Rundgang alleine machen wirst, holst du dir eine Pulle davon bei mir ab. Meine Eltern sorgen für ständigen Nachschub und so kann ich dir gerne etwas davon abgeben!“
Als Dank dafür zog ich mein Zigarettenetui hervor und reichte Gustav zwei schon etwas in Mitleidenschaft genommenen Zigaretten. Wir zündeten uns eine an, schwiegen eine Weile, ließen das eben Erlebte erst einmal in unseren Köpfen sacken.

Dann war es Gustav, der das Gespräch eröffnete.
„Wie du siehst, ist die Arbeit hier im Lazarett nicht immer ganz einfach. Trotzdem mache ich seit vielen Monaten hier die Nachtschichten, die sonst keiner haben will. Als du Dr. Stein dein Angebot unterbreitet hast, hier mitzuarbeiten, konnte ich dies kaum glauben. Ich werden jetzt noch einen oder zwei Tage warten, und wenn ich dann sehe, dass du alleine zurechtkommst, werde ich für ein paar Tage in den wohlverdienten Heimaturlaub verschwinden.“

Ich nickte ihm zu. Er hatte diesen Urlaub sicherlich verdient. Und ich musste beweisen, dass ich dieser Aufgabe wirklich gewachsen war.

„So, dann wollen wir unsere letzte Aufgabe für diese Nacht erledigen. Unsere beiden „Ladies“ müssen versorgt werden. Der schwierigste Teil des Abends. Nicht wegen der Verletzungen allein, die uns erwarten werden. Sondern auch wegen der psychischen Auswirkungen, die unsere Aufgabe hier erschweren wird.“

Gustav stand auf, ergriff den Verbandswagen und zog ihn hinter sich her in den Raum, der wohl einst die große Bibliothek des Abtes gewesen war.
Leise öffnete er die Türe und warf einen Blick in den Raum. Dann winkte er mir zu, ihm zu folgen.

Vorsichtig betrat ich den Raum und schaute mich um.
Die Vorhänge waren nach wie vor zugezogen, nur ein kleines Licht auf einem Sideboard stehend war ein dämmriges, warmes Licht in die Bibliothek. Eigentlich hätte es ein gemütliches Bild sein könnte, wenn in dem Raum nicht zwei Krankenbetten gestanden wären.
In dem Bett auf der linken Seite lag Marie, zusammengekümmert auf der rechten Seite liegend, die Beine angezogen bis fast unters Kinn. Leise Laute kamen aus ihrer Ecke, mal anklagend, mal verzweifelt, hilflos.
Auf der rechten Seite saß Anna, genau wie gestern bei meinem Besuch mit Dr. Stein, in ihrem Bett. Wieder wippte sie mit dem Oberkörper vor und zurück und murmelte etwas vor sich hin.

Gustav wandte sich zuerst Marie zu. Mit einem Blick zu mir murmelte er leise: „Das, was jetzt kommt, wird nicht einfach werden. Wenn Sie es nicht schaffen, verlassen Sie einfach leise den Raum!“

Er setzte für einen Moment ab, bevor er mit seiner Erklärung fortfuhr.
„Marie hat ein schweres Trauma. Sie wurde auf der Reise hierher offenbar mehrfach aufs schlimmste vergewaltigt und es ist ein Wunder, dass sie das überhaupt überlebt hat. Nur den Operationskünsten von Dr. Stein hat sie es zu verdanken, dass sie überhaupt noch lebt. Vielleicht wäre es für sie besser gewesen, dass sie stirbt, aber Dr. Stein wollte das nicht zulassen. Schließlich war da ja noch ihre Tochter Anna und der Doktor wollte nicht, dass sie zu all dem, was sie selbst durchgemacht hatte, auch noch mit dem Tode ihrer Mutter zu kämpfen hätte.“ Gustav machte wieder eine Pause.

„Außerdem glaube ich, dass Dr. Stein für Marie ein wenig mehr empfindet als nur die Gefühle eines Arztes zu seiner Patientin. Nicht umsonst besucht er sie mehrmals am Tag, um sich von ihrem Zustand zu überzeugen. Und er hat mir genaueste Anweisungen gegeben, wie ich mit ihr bei meinen nächtlichen Besuchen umgehen solle.“

Ich nickte Gustav bestätigend zu. Schon bei unserem gemeinsamen Besuch hatte ich bemerkt, dass Dr. Steins Aufmerksamkeit gegenüber Dr. Stein deutlich größer war als bei allen anderen Patienten. Und ich hatte auch die Träne in seinem Auge bemerkt, als er sich von ihr ab- und Anna zuwandte.

Gustav fuhr leise mit seinen Erklärungen fort. „Der Doktor möchte, dass Marie jeden Tag einmal von Kopf bis Fuß gewaschen wird. Normalerweise wäre das Sache der Tagesschicht, aber der Doc hat ausdrücklich mir die Sache übertragen. Er möchte nicht, dass sich – abgesehen von Essen und so Kleinigkeiten – jemand mit Marie befasst oder sie gar anlangt. Nun, ab morgen wird dir diese Aufgabe übertragen werden und der Doktor wird sicher mit Argusaugen darüber wachen, wie du diese Aufgabe erfüllen wirst. Also wirst du bereits heute damit anfangen. Und ich werde dir aufs genaueste erklären, was du zu tun hast. Bist du dazu bereit?“

Für einen Moment musste ich schlucken. Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde. Aber ich wusste eines: es würde nicht einfach werden! Aber da war auch noch Anna, Maries Tochter. Ich hatte das Gefühl, dass ich es ihr schuldig wäre, mich aufs Beste um ihre Mutter zu kümmern. Auch wenn ich beide Frauen noch gar nicht näher kannte.
Ich schluckte noch einmal, dann nickte ich Gustav zu. „Lass uns anfangen, ich werde das schon schaffen!“ Hoffte ich wenigstens.

Gustav machte den ersten Schritt und zog Marie, die uns den Rücken zukehrte, das Nachthemd hoch. Ein einfaches Operationshemd, das hinten offen war und nur am Nacken mit zwei Schnüren zusammengebunden war. Dabei bemerkte ich, dass Maries Kopf wohl mit ziemlich brutaler Gewalt kahlgeschoren worden war. Lediglich ein paar Haarsträhnen, die rot im Licht unserer Stirnlampen leuchteten, hingen ihr noch ins Gesicht und über die Schultern.

„Wir fangen am Rücken an. Da sind die Verletzungen am harmlosesten.“ Gustav zog vorsichtig das Nachthemd hoch und nahm einen Waschlappen, den er leicht in eine bereitstehende Schüssel mit warmem Wasser tauchte.

Zur Erläuterung erklärte er mir, dass es Aufgabe der Tagesschicht sei, zum Ende ihres Dienstes für Marie und Anna jeweils eine Schüssel mit heißem Wasser bereitzustellen, so dass er die Aufgabe des Waschens übernehmen konnte, ohne sich noch darum kümmern zu müssen, wo er warmes Wasser herbekäme.

Im Lichte unserer Stirnlampen konnte ich erkennen, dass Maries Rücken zahlreiche Verletzungen aufwies.

Als erstes entfernten wir vorsichtig die vorhandenen Pflaster und Verbände.
Gustav drückte mir einen feuchten Waschlappen in die Hand. „Versuche, so nahe wie möglich an die Verletzungen heranzuwaschen. Aber nicht darüberfahren, wir werden gleich noch eine Salbe auftragen!“ Ich versuchte, seinem Auftrag zu folgen. Vorsichtig näherte ich mich mit dem Waschlappen den Verletzungen. Es waren überwiegend Kratzspuren, aber über eine Stelle zog sich ein Striemen, der wie der Schlag einer Peitsche aussah. Auch Bisspuren konnte ich erkennen. Und hier und da Stellen, die darauf hindeuteten, dass auch Zigaretten auf ihrem Rücken ausgedrückt worden waren.

Die meisten Wunden waren schon recht gut verheilt, nur an der deinen oder anderen Stelle waren noch heftige Rötungen zu sehen, auf die wir eine Wundsalbe auftrugen.
Am meisten Schwierigkeiten bereitete mir der Verband auf ihrem Anus. Ich hatte die alte Binde entfernt und musste bei dem Anblick schlucken. Hier hatte sich wohl mehr als eine Person zu schaffen gemacht und Marie in ihrem intimsten Teil vergewaltigt.

Aus dem offenbar zerrissenen Darm sickerte noch etwas Blut, das ich versuchte, durch die Einlage eines Tampons aufzufangen. Dann wandte ich mich den Verletzungen an ihrem Anus und ihrem Gesäß zu. Ich konnte Biss- und Kratzspuren erkennen, teilweise war die Haut auch eingerissen, wohl bei den Versuchen, sie dort zu vergewaltigen.

Hier legte ich vorsichtig einen mit Desinfektionsmittel getränkten und mit Wundsalbe aufgetragenen Tupfer auf die Wunde. Und als das scharfe Desinfektionsmittel auf den wunden Anus traf, schrie Marie heiser vor Schmerz auf und murmelte leise vor sich hin: „Nicht dort, bitte nicht dort“. Dann verstummte ihre Stimme wieder
.
„Das hast du gut gemacht. Ich sehe, du verstehst dein Geschäft. Und vor allem bist du einfühlsam!“ Gustav nickte mir zu.

„Und nun fass mit an, wir drehen sie auf den Rücken. Aber Achtung, das was du jetzt sehen wirst, könnte auch deine Fähigkeiten übersteigen!“ warnte mich Gustav.

Nun, wir drehten Marie gemeinsam auf ihren Rücken. Dann zog Gustav auch dort vorsichtig das Nachthemd hoch bis über Maries Brüste.
Der Anblick, der sich mir da bot, ließ mich tatsächlich erschaudern.

Maries Beine waren von unten bis oben zerkratzt. Ob von Dornen oder anderen Gegenständen konnte ich im Licht der Stirnlampe nicht erkennen. Auf ihren Oberschenkeln waren Spuren von Fingernägeln zu erkennen, die sich in ihre Haut eingebohrt hatten. Offenbar bei dem Versuch, ihre Schenkel auseinanderzuspreizen. Wofür, wurde mir klar, als ich die Verbände zwischen ihren Beinen sah. Dicke Mullbinden waren dort aufeinandergestapelt, die teilweise noch immer von frischem Blut durchtränkt waren.

„Ja!“ nickte mir Gustav zu, „das ist genau das, was dir gerade durch den Kopf geht. Marie wurde vergewaltigt, und zwar offenbar mehrmals. Einige Wunden hatten schon zu heilen begonnen, als scheinbar eine zweite Vergewaltigung stattfand. Und zwar eine, die noch brutaler war als die erste. Hier wurde nicht nur körperliche Gewalt angebracht, den Anzeichen nach, die Dr. Stein bei seinen Operationen fand, wurden auch Gegenstände zur Vergewaltigung verwendet. Und sie wurde auch geschlagen und getreten, wie wir den Spuren an ihrem Körper entnehmen konnten.“

Erneut musste ich schlucken. Es ist doch etwas anderes, von Vergewaltigungen zu träumen und zu fantasieren, als dann echte Vergewaltigungsopfer vor sich zu sehen.

„Jetzt kommt das Schwierigste. Die Verbände müssen einmal am Tage gewechselt werden und es muss Wundsalbe auf die Verletzungen aufgetragen werden. Normalerweise wäre das die Aufgabe der Krankenschwestern und nicht von mir. Aber die haben sich geweigert – aus welchen Gründen auch immer. Und so hat Dr. Stein mich in die Aufgabe eingewiesen. Ein Beweis, wie groß sein Vertrauen zu mir ist. Und auch, wie groß sein Vertrauen zu dir ist.“

Gustav begann, mit dem Waschlappen Maries Beine vorsichtig zu waschen. Auch hier waren Spuren von Fingern, blaue Flecken und alles Mögliche anderes zu sehen.
Gustav bedeutete mir, dass ich mir Maries Arme vornehmen sollte. Also tunkte auch ich meinen Waschlappen erneut in die Schüssel mit dem warmen Wasser und begann mit Maries linker Hand. Die schrecklich aussah. Kratzspuren verunstalteten die Hand und zwei ihrer Fingernägel waren abgerissen.

Ich wischte verkrustete Blutspuren vorsichtig ab, bemüht, diese nicht erneut aufzureißen. Auch weiter oben am Unterarm setzten sich die Spuren fort. Und ich glaubte zu erkennen, dass einige Spuren älter waren als andere. Das würde Gustavs Vermutung, es hätte wohl mehrere Vergewaltigungen gegeben, erklären.

Dann erreichte ich den Oberarm. Ein Verband bedeckte eine größere Fläche. Fragend blickte ich Gustav an, der mir aufmunternd zunickte. Also löste ich vorsichtig den Verband. Was darunter zum Vorschein kam, ließ mich zurückzucken. Rohes Fleisch einer Bisswunde kam dort zum Vorschein.

Gustav trat neben mich. “Ja, das ist unschön. Aber noch lange nicht das Schlimmste, wie du gleich sehen wirst. Tupfe die Wunde mit dieser antibiotischen Lösung ab und trage etwas Wundsalbe auf. Dann machst du wieder vorsichtig einen Verband über die Wunde!“

Ich folgte seinen Anweisungen, wobei ich mich in Gedanken fragte, welche Bestie so eine Wunde anrichten konnte. Unzweifelhaft waren es Spuren eines menschlichen Gebisses. Bisse, die wohl im Zuge einer der Vergewaltigungen entstanden waren.

Dann wandte ich mich dem zweiten Arm zu und säuberte auch diesen und klebte neue Pflaster auf oder legte kleine Verbände an.
„Das hast du gut gemacht!“ lobte mich Gustav. „Doch deine größte Bewährungsprobe steht dir noch bevor. Wenn du diese auch noch meisterst, werde ich morgen Dr. Stein vorschlagen, dass er dich für die Nachtschicht einsetzen kann!“

Ich zuckte zusammen. Was konnte denn jetzt noch Schlimmeres kommen? Dann fiel mein Blick auf Maries Unterleib. Dort waren mehre Stellen zu erkennen, auf die dicke, meist blutige Verbände aufgebracht waren.

Gustav hatte meinen Blick verfolgt. „Ja, genau, auch dort müssen wir uns um Marie kümmern, aber du wirst auch das Meistern, ich werde dir dabei helfen!“

Gustav beugte sich über Marie und begann, vorsichtig einen Verband nach dem anderen zu lösen, wobei er die Verbände zunächst noch auf Marie liegen ließ.
„Das ist das Einfachste, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht. Doch jetzt kommt deine Aufgabe: entferne die Verbände. Und dann schau dir die Verletzungen an und sage mir, wie du sie behandeln würdest.

Ich schluckte, denn ich ahnte, was mir bevorstand. Aber was sollte ich tun? Ich wollte die Nachtschicht haben und war jetzt schon so weit gekommen. Würde Dr. Stein enttäuscht von mir sein, wenn ich diese Probe nicht bestehen würde? Sicherlich! Nein, diese Blöße wollte ich mir nicht geben. Außerdem hatte ich selbst ein großes Interesse an der Geschichte von Marie und Anna. Und das war die Chance, mehr zu erfahren.

Ich nahm mich zusammen und entfernte vorsichtig die erste Mullbinde, die oben über dem Unterleib auf Maries Nabel lag. Was ich dort sah – oder besser nicht sah, ließ mich zurückzucken. Anstelle des Nabels sprang mir dort ein tiefes, blutverkrustetes Loch entgegen. Irgendjemand hatte offenbar mit einem Messer Maries Nabel entfernt. Und zwar nicht mit einem scharfen Messer, wie man vielleicht erwartet hätte. Nein, es muss ein ziemlich kantiges Messer gewesen sein, das der Täter benutzt hatte.

Ich schluckte und hätte mich fast übergeben. Welchen Bestien waren diese Frauen in die Hände gefallen?

„Ich würde auch hier zunächst die antibiotische Lösung auftragen. Ruhig etwas mehr. Dann Wundsalbe auf eine Mullbinde und diese dann wieder befestigen.“ Sprach ich in Richtung Gustav.

„Richtig, Dann hast du das schon geschafft!“ Gustavs warme Worte zeigten mir, dass er diese Aufgabe schon häufig erledigt hatte. Das gab mir Mut und so desinfizierte ich die Wunde, trug vorschlagsgemäß die Wundsalbe auf eine Mullbinde auf und befestigte diese vorsichtig wieder an Ort und Stelle.

Die ganze Zeit über hatte Marie im Fieberwahn leise vor sich hingemurmelt. Erst als ich die Binde befestigte, schrie sie leise auf: „Nicht mehr, nein, bitte nicht mehr, ich kann nicht mehr!“ Dann verstummte ihre Stimme wieder und nur ein leises Klagelied kam über ihre Lippen.

„Das ist das Einzige, was sie bislang von sich gegeben hat. Wir wissen von ihr nichts, absolut nichts. Selbst der Doktor, der ja auch Psychologie studiert hat, hat noch nicht mehr aus ihr herausbekommen.“

Gustavs Stimme konnte ich entnehmen, wie nahe auch ihm das Schicksal von Marie ging.

Gustav griff in seine Jackentasche und entnahm ihr sein Schnapsfläschchen. Erst nahm er selbst einen tiefen Schluck, dann reichte er sie nochmals mir. „Trink aus, du wirst es brauchen!“

Ich nahm die Flasche entgegen und trank einen tiefen Schluck. Dann noch einmal einen zweiten, bis die Flasche leer war, bevor ich sie Gustav zurückreichte.
Jetzt kam der schwerste Teil für mich, quasi meine Reifeprüfung. Wenn ich diese bestehen würde, war die Nachtschicht mir sicher. Und damit auch die Möglichkeit, zu versuchen, mit Marie und vor allem mit Anna in Kontakt zu kommen. Diese saß weiterhin auf ihrem Bett, wippte mit dem Oberkörper hin und her und murmelte leise vor sich hin.
Am liebsten wäre ich sofort zu Anna hingelaufen und hätte mich um ihre Wunden gekümmert. Um ihre äußeren, vor allem aber ihre inneren Verletzungen, und die Wunden in ihrem Geist. Doch erst galt es, noch eine schwere Aufgabe zu erledigen.

Ich wandte mich wieder Marie zu. Ihren Nabel hatte ich sauber versorgt und verbunden. Aber von da an abwärts warteten noch einige Verbände darauf, gewechselt werden.
Ich fühlte Gustavs prüfenden Blick auf mir. Jetzt galt es: alles oder nichts.

Ich holte noch einmal tief Luft, dann entfernte ich die oberste Binde. Stück für Stück beseitigte ich mehr oder weniger von Blut durchtränkte Stofffetzen. Und je tiefer ich kam, des blutiger wurden die Bindenstreifen.

Schließlich lag Maries Unterleib nackt vor mir und ich musste erst einmal die Augen schließen. Mein Magen zog sich zusammen und ich musste mich zusammenreißen, um mich nicht zu übergeben. Deshalb also hatte Gustav mir vorhin den letzten Rest des guten Birnenschnapses überlassen.

Ich öffnete die Augen wieder und zwang mich, die Verletzungen anzusehen.

Die ganze Vagina war von Verletzungen übersät. Risswunden, Schnitte von Messern, der Eingang ihrer Vagina war übernatürlich groß geöffnet und auch hier sickerte noch etwas Blut aus der Öffnung.

Ich nahm einen großen Tampon aus der Verbandskiste, bestrich ihn mit Desinfektionsmittel und Wundsalbe, bevor ich ihn tief in ihre Scheide hineinschob. Dann reinigte ich die Wunden an der Innenseite der Vagina. Die meisten begannen bereits von allein zu heilen. Nur an einigen wenigen Stellen musste ich noch einen kleinen Verband anlegen.
Meine Blicke schweiften höher. Dort, wo einst ihr Kitzler gewesen war, befand sich auch hier nur ein dunkler, blutiger Fleck. Irgendjemand hatte sich dort daran zu schaffen gemacht und ihn entfernt – wie auch immer.

Hier legte ich vorsichtig einen mit Desinfektionsmittel getränkten und mit Wundsalbe benetzten Tupfer auf die Wunde. Und als das scharfe Desinfektionsmittel auf die noch nicht verheilte Verletzung traf, schrie Marie so laut auf, dass sogar Anna ihr Wippen und Murmeln unterbrach und ängstlich zu uns blickte.
Beruhigend fuhr ich Marie über ihre Wangen. Im Gesicht der Stirnlampe konnte ich erstmals ihr Gesicht sehen. Und trotz der meist schon verheilten Verletzungen konnte ich auch ihre Ähnlichkeit mit Anna erkennen.

Anna! Ich hatte Marie versorgt, so gut ich es mit meinem Wissen konnte. Und als ich nun meine Blicke Anna zuwandte, legte mir Georg seine schwere Hand auf die linke Schulter.
„Das hast du sehr gut gemacht. Die paar Kleinigkeiten, die noch offen sind, versorge ich selbst. Geh ruhig zu Anna hinüber und schau sie dir schon einmal an. Auch dort wirst du noch einige Verletzungen zu versorgen haben.“
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Claire
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Re: Anna

Post by Claire »

Ich habe gerade das erste Kapitel gelesen. Ich konnte beim Lesen das Gefühl nicht abschütteln, dass Hans Schmerzen und insbesondere die Schlaflosigkeit, die sie zur Folge haben, stark von persönlicher Erfahrung geprägt sind.

Ein kleiner Ratschlag: Ich würde an deiner Stelle noch den History-tag und den 1P-Narrator-tag hinzufügen.
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Blue
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Re: Anna

Post by Blue »

Claire wrote: Sun Dec 07, 2025 5:23 pm Ich habe gerade das erste Kapitel gelesen. Ich konnte beim Lesen das Gefühl nicht abschütteln, dass Hans Schmerzen und insbesondere die Schlaflosigkeit, die sie zur Folge haben, stark von persönlicher Erfahrung geprägt sind.

Ein kleiner Ratschlag: Ich würde an deiner Stelle noch den History-tag und den 1P-Narrator-tag hinzufügen.
@Claire
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Mercilessman
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Re: Anna

Post by Mercilessman »

Hallo Blue,

Inhaltswarnungen:
Beginnt eher harmlos... das stimmt nicht ganz so.
Das trifft nur für das 1. Kap. zu. Aber schon dort lässt du durch erste Beschreibungen ahnen was Marie ertragen musste, wie sie zugerichtet wurde beschreibst du dann im Kap. "Marie" mein Kopfkiono startet dann von allein, als wäre ich Zuschauer.
Wie alt ist Marie das würde micv interessieren, ist Anna ihr einziges Kind?

Ich bin schon gespannt auf jeden weiteren Teil den du posten wird.
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Blue
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Re: Anna

Post by Blue »

Anna - alller Anfang ist schwer

Ich legte die letzte Binde auf Seite, erhob mich von Maries Bett und ging zu Anna hinüber. Blieb einen Moment stehen, in der Hoffnung, dass sie mich erkennen würde. Aber ihr Blick blieb starr auf ihre eigenen, nackten Füße gerichtet, die sich wie sie selbst einfach auf der Bettdecke befanden.

„Hallo Anna!“ sagte ich in ruhigem und freundlichem Ton, legte eine Hand auf ihren Arm und betrachtete ihr Gesicht, das im Licht der zwischenzeitlich gedimmten Stirnlampe gut zu erkennen war.

Für einen kurzen Moment unterbrach Anna das Wippen und ihr Murmeln, ohne aber aufzuschauen. Dann ging das Wippen und Murmeln weiter.
Ich nahm mir die Zeit, Annas Gesicht näher zu betrachten. Abgesehen von ein paar kleineren Kratzwunden war es unversehrt. Und auch wenn ich erkennen konnte, dass das Gesicht ziemlich abgemagert war, war es wunderschön!

Völlig ebenmäßige Gesichtszüge. Eine wunderbar glatte Haut, die auch die Kratzwunden nicht verunstalten konnten. Dunkelrote, lange, leichte gelockte Haare, die ihr bis über die Schultern fielen. Allerdings brauchten diese Haare dringend wieder einmal eine gründliche Wäsche. Denn offensichtlich hatte sich niemand die Zeit genommen, ihr die Haare zu waschen. Oder die Pfleger und Schwestern hatten schlichtweg keine Zeit dafür gehabt. Ich nahm mir deshalb vor, so bald wie möglich mit Haarwaschmittel zurückzukommen und ihre Haare zu waschen.

Ihre Augenfarbe konnte ich nicht erkennen, da sie den Kopf tief gesenkt hielt. Angesichts der Haarfarbe tippte ich aber auf grün und war gespannt, wann ich erkennen konnte, ob ich recht hatte.

„Hallo Anna, ich bin Hans, dein neuer Nachtpfleger!“ wiederholte ich leise, während ich die Hand, die auf ihrem Arm lag, etwas fester drückte.

Wieder unterbrach sie kurz das Wippen, ließ sich aber ansonsten nicht von mir stören.

Ich erinnerte mich an etwas, was ich während meiner Ausbildung gelernt hatte. Gerade bei schwerkranken oder traumatisierten Personen, die nicht auf eine Ansprache reagierten, wusste man oft nicht, ob diese das, was man zu ihnen sprach, tatsächlich nicht verstanden. Oder ob es nicht doch irgendwie in ihr Bewusstsein oder zumindest in ihr Unterbewusstsein drang. Gerade von Komapatienten hatte man schon öfters gehört, dass diese alles wahrnahmen, was um sie herum passierte. Aber sie dennoch nicht darauf reagieren konnten.

Also sprach ich leise weiter zu Anna: „Keine Angst, es wird dir nichts passieren. Ich werde dir jetzt das Nachthemd öffnen, dich waschen und mich um deine Verletzungen kümmern. Du bekommst neue Verbände und dann werden Gustav und ich wieder verschwinden und dich ungestört lassen.“

Wieder keine Reaktion Annas. Also knotete ich das Krankenhausnachthemd an dessen Rückseite auf und zog es langsam über ihre Arme hinunter, bis es von allein in ihren Schoß rutschte und ihren Rücken und den Po freigab.

Im Gegensatz zu Marie wies Annas Rücken selbst kaum schwere Verletzungen auf. Hin und wieder eine kleine Brandwunde, auch hier wohl von brennenden Zigaretten verursacht. Ein großes Hämatom an ihren rechten Rippen stammte wohl von einem Tritt oder ähnlichem. Da die Rippen aber nicht bandagiert waren, nahm ich an, dass sie dabei wahrscheinlich zwar eine Prellung, aber keinen Rippenbruch erlitten hatte, denn sonst hätte Dr. Stein die Verletzung sicherlich bandagiert. Und dann war da noch die wohl durch ein Messer vorgenommene stümperhafte Tätowierung: „Huren müssen sterben!“

An ihren Rippen konnte man erkennen, dass Anna ziemlich abgemagert war. Offenbar hatte sie auf dem Weg hierher ins Lazarett nicht genug zu essen bekommen. Und so wie es aussah, kümmerte sich hier auch kaum jemand wirklich um sie. Ich beschloss also, am nächsten Tag zumindest ein Brot oder eine Suppe für Anna mitzubringen und zu versuchen, sie zum Essen zu bewegen. Gleiches nahm ich mir selbstverständlich auch für Marie vor, deren Rippen ebenfalls mangels ausreichender Nahrungszufuhr beim Verbandswechsel deutlich zu sehen gewesen waren.

Während Anna weiterhin hin und her wippte und vor sich hinmurmelte, tauchte ich den Waschlappen ins warme Wasser und fuhr dann sanft über ihren Rücken hinweg, wusch auch ihre Arme. Und die ganze Zeit redete ich langsam auf sie ein. Eigentlich völlig belanglose Dinge. Wie ich hieß, woher ich kam, warum ich hier im Lazarett war. Und immer wieder und wieder wiederholte ich, dass ich mich in den nächsten Nächten an Stelle von Gustav um sie und ihre Mutter kümmern würde. Doch Anna gab durch keinerlei Anzeichen zu verstehen, dass sie auch nur ein Wort von dem verstand, was ich ihr sagte.

Nachdem ich ihren Rücken und ihre Arme gewaschen hatte, legte ich Anna langsam auf den Bauch, schob ich das hinten offene Nachthemd etwas weiter auseinander, so dass ich mich auch um ihren Po kümmern konnte.

Anna hatte einen wundervollen Po, auch wenn dieser durch verschiedene Striemen, die aber schon fast verheilt waren, verunstaltet wurde. Und hinten, zwischen ihrer Pofalte, war ein kleiner Verband befestigt. Also musste sie wohl auch dort verletzt worden sein.

Die weiße, fast marmorhafte Haut ihrer Rundungen ließ mein Herz höherschlagen. Und dann erfasste mich diese schon fast morbide Erregung, meine Hände dort auf ihre Haut zu legen.

Ich schaute mich vorsichtig um. Gustav war nach wie vor damit beschäftigt, Maries Verbände zu wechseln und sie zu waschen. Also stellte ich mich so, dass er selbst dann, wenn er sich unversehens umdrehen würde, nicht sehen könnte, was ich vorhatte. Denn ich konnte nicht anders: ich musste diesen wundervollen Po berühren. Was ich dann auch sachte tat.

Annas Haut fühlte sich an den Stellen, an denen keine Striemen zu sehen waren, unheimlich zart an. Wie gerne hätte ich Anna in einer anderen Situation so berührt, ihre wunderbaren Rundungen liebkost. So aber begnügte ich mich damit, zunächst die vernarbten Striemen mit einer Wundsalbe zu versorgen. Auch hier sorgten die Berührungen dazu, dass sich mein Schwanz in meiner Hose rührte und zu pochen anfing. Ja, auf der einen Seite war mir das peinlich. Auf der anderen Seite konnte ich mein bestes Stück verstehen. Welcher Mann wäre bei so einem Anblick völlig ungerührt geblieben.

Für einen Moment ließ ich beide Hände auf Annas Pobacken liegen, genoss die Wärme und die Zartheit ihrer Haut. Doch dann erinnerte ich mich daran, wozu ich eigentlich hier war.
Da war dann noch der Verband direkt in ihrer Pofalte. Ich konnte selbst im Dämmerlicht des Raumes sehen, dass dieser blutdurchtränkt war. Und richtig, als ich meine Stirnlampe direkt auf den Verband richtete, konnte ich sowohl alte, braune Blutflecken als auch kleinere, frische, dunkelrote Stellen am Verband erkennen. Offenbar war der Verband dort schon länger nicht mehr gewechselt worden.

Welch eine Schande, dachte ich für mich. Hier lagen zwei schwer verletzte Frauen und offenbar hielt niemand außer Dr. Stein und Gustav es für nötig, sich um die beiden zu kümmern!
Ganz sachte versuchte ich den Verband zu lösen. Doch dieser war unmittelbar an ihrer Pofalte festgeklebt. Also tauchte ich vorsichtig einen frischen Lappen in die Schüssel mit dem warmen Wasser, mit dem ich Annas Rücken und Arme gewaschen hatte und versuchte, den Verband so zu befeuchten, dass ich ihn von ihrer Haut lösen könnte. Was ich dann nach einer Weile auch konnte.

Der Anblick, der sich mir bot, ließ mich zusammenzucken. Die Verletzungen, die ich erkennen konnten, waren nicht so schrecklich wie bei Marie. Dennoch konnte ich deutlich erkennen, dass auch Anna offenbar mehrfach anal missbraucht worden war. Aus ihrem noch immer leicht geöffneten Anus rann langsam eine Mischung aus Blut und Eiter. Offenbar hatte sich der bei den Vergewaltigungen eingerissene Darm entzündet, ohne dass sich jemand darum gekümmert hatte. Ich beschloss, Doktor Stein am nächsten Morgen davon zu erzählen und ihn zu bitten, Anna ein Antibiotikum zu verordnen, damit diese Verletzung heilen konnte.

Während ich Anna an ihrer intimsten Stelle reinigte, konnte ich sehen, dass auch die Außenhaut an ihrem Anus mehrere Risse aufwies. Also wusch ich sorgfältig die bereits verkrusteten Wunden, bevor ich Wundsalbe auftrug und einen neuen Verband anlegte. Offenbar bereitete dies Anna Schmerzen, denn erneut fing sie an zu wimmern und leise Schreie entrangen sich ihren Lippen.

Nachdem ich mit dem Verbandswechsel fertig war, packte ich Anna an den Schultern, drehte sie langsam um und ließ sie auf ihr Bett und in ihre Kissen zurückgleiten. Anna ließ das zu meinem Erstaunen völlig widerstandslos über sich ergehen, hielt nun aber die Augen geschlossen und unterbrach das Murmeln.

Ich zog das Nachthemd nun auch vorne über ihren Oberkörper hinweg nach unten bis zu ihren Hüften und betrachtete sie auch hier genau.
Nur an wenigen Stellen befanden sich Verbandpflaster und als ich die entfernte, sah ich relativ gut verheilte kleinere Verletzungen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter wiesen ihre Brüste zwar Spuren von Quetschungen und Hämatomen auf, aber sonst keine äußeren Verletzungen. Das erschien mir schon einmal als ein gutes Zeichen.

Vorsichtig nahm ich erneut den Waschlappen in die Hand und wusch Anna nun zunächst das Gesicht und dann auch die Vorderseite ihres Oberkörpers.
Anna hatte wunderschöne Brüste. Von der Größe her lagen sie wohl zwischen Cupgröße B oder C, soweit ich das im Liegen und im Dämmerlicht der Stirnlampe erkennen konnte. Dunkle, große Warzenhöfe, die gut zu ihrer Haarfarbe passten, zierten diese Brüste, die noch ziemlich jugendhaft aussahen.

Ich erinnerte mich daran, dass Dr. Stein Annas Alter auf etwa 22 eingeschätzt hatte und musste ihm recht geben, auch wenn ihr Alter schwer zu schätzen war.

Nachdem ich Annas Oberkörper sorgfältig gewaschen hatte, trocknete ich diesen mit einem bereitliegenden Handtuch ab. Dabei konnte ich der Versuchung erneut nicht widerstehen: ich musste diese wundervollen Brüste einfach einmal berühren.

Anna, die auf dem Rücken liegend noch immer ihre Augen geschlossen hielt, zuckte heftig zusammen, als ich meine Hände auf ihre Brüste legte. Leise schrie sie auf: „Nein, bitte nicht, nein, nicht!“

Erschrocken, aber vor allem beschämt über das, was ich da getan hatte, zog ich sofort meine Hände wieder zurück. Nein, das gehörte sich nicht und verstieß gegen alle Regeln! So etwas durfte nie wieder geschehen.

Ich brauchte einen Moment, um wieder zu mir zurückzufinden. Zu sehr hatte mich das eben Erlebte durcheinandergebracht.

Ich schaute mich um, ob Gustav etwas von diesem Vorfall mitbekommen hatte. Der aber schien offenbar nach wie vor damit beschäftigt zu sein, die letzten neuen Verbände an Maries Unterleib und an den Beinen zu befestigen.
Ich atmete erleichtert auf. Hätte Gustav etwas mitbekommen, hätte ich den Nachtdienst wohl vergessen können.

Dennoch zögerte ich fortzufahren. Denn nun kam die schwierigste Aufgabe: die Versorgung der Verletzungen an Annas Unterkörper und auch dort das Waschen und Abtrocknen ihrer Beine und all der Körperteile, die derzeit noch von Annas Nachthemd bedeckt waren.

Aber dann riss ich mich zusammen. Ich wollte den Nachtdienst um jeden Preis haben. Auch, um dann mit Anna und Marie zusammen sein zu können. Denn ich wollte ihre Geschichte erfahren, auch wenn diese sicherlich schrecklich anzuhören sein würde.
Also zog ich Anna das Nachthemd über ihre Hüften bis hinab zu den Knöcheln. Nun lag sie praktisch nackt, so wie Gott sie geschaffen hatte, vor mir. Nur das Gott sicherlich nicht gewollt hatte, dass ihr so etwas wiederfahren würde, wie es offenbar geschehen war.

Ihr Unterleib war zwischen ihren Beinen ebenfalls mit dicken Mullbinden verbunden. Also war sie offenbar nicht nur anal, sondern auch vaginal vergewaltigt worden.
Ich versuchte, so vorsichtig wie möglich die Verbände zu entfernen. Hierzu musste ich Annas Schenkel ein wenig spreizen, um besser an das Verbandsmaterial heranzukommen. Anna ließ das widerstandslos geschehen. Sie lag auf dem Rücken, hielt weiterhin die Augen geschlossen und hatte wieder damit begonnen, unverständlich vor sich hinzumurmeln. Als ich in ihr Gesicht schaute, bemerkte ich, wie ihre geschlossenen Augenlieder wie im Traum zuckten. Offenbar erlebte sie gerade in ihren Wachträumen schreckliche Dinge, denn in den wenigen Augenblicken, in denen sie nicht vor sich hinmurmelte, presste sie ihre Lippen fest zusammen, was dazu führte, dass ihr hübsches Gesicht sich zu einer Fratze verzerrte.
Langsam und mit äußerster Vorsicht löste ich die letzte Verbandsschicht und zog sie von ihrer Vagina.

Was ich sah, ließ mich wieder zusammenzucken. Zwar rann hier keine Flüssigkeit mehr aus ihrer Vagina. Diese war aber ebenfalls noch leicht geöffnet, die dunkelrote Haut an ihrem Eingang zeigte, dass sich auch dort offenbar mindestens ein Mann, eher aber mehrere Kerle, an ihr zu schaffen gemacht und sie vergewaltigt hatten. Also war auch Anna Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden!

Auch Annas Schamlippen wiesen Verletzungen und Einrisse auf, die aber bei weitem nicht so schlimm waren wie bei Marie. Also reinigte ich auch diese, trug dort ein weiteres Mal von der Wundsalbe auf. Wobei auch diese Berührung mich erregte, während ich mir in Gedanken vorstellte, wie ich Annas Labien und ihr Innerstes in einer anderen Situation liebkosen würde. Anna hingegen zuckte bei den Berührungen erneut zusammen, versuchte ihre Schenkel zu schließen und rief leise vor sich hin: „Gnade! Gnade! Nicht mehr!“

Offenbar hatten meine Berührungen erneut ihre Erinnerungen an das Erlebte wachgerufen. Und so legte ich schnell einen neuen Verband an und begann dann damit, auch Annas Beine zu waschen. Wunderschöne, lange und schlanke Beine, um die sie manches Model beneiden würde.

Als ich mit der Wäsche fertig war, holte ich ein frisches Nachthemd aus einem Kleiderschrank und zog es ihr vorsichtig über. Dann deckte ich sie sorgfältig zu, wobei sie weiterhin ihre Augen geschlossen hielt und vor sich hinmurmelte.

Als ich fertig war und mich umdrehte, stand Gustav mit verschränkten Armen hinter mir. Ich wusste nicht, ob und was er mitbekommen hatte und errötete unwillkürlich bei dem Gedanken an das, was ich heimlich mit Anna gemacht hatte. Doch Gustav klopfte mir väterlich auf die Schultern. „Das hast du gut gemacht, Kleiner. Ich werde Dr. Stein empfehlen, dich für den Nachtdienst einzuteilen!“

Mir fiel ein ganzer Felsbrocken vom Herzen. Gustav hatte also offenbar nichts mitbekommen. Und meine Chancen, den Nachtdienst zu bekommen, waren deutlich gewachsen.
Zusammen verließen Gustav und ich den Raum tief hinten im Kloster. Dann verabschiedeten wir uns herzlich und ich ging zurück zu meinem eigenen Krankenlager, wo ich mich erschöpft niederließ. Doch ich konnte nicht einschlafen, zu sehr beschäftigte mich der Gedanke, was wohl mit den beiden Frauen geschehen war. Sollte ich den Nachtdienst tatsächlich bekommen, würde ich mich jedenfalls ganz besonders um Marie und Anna kümmern. Und vielleicht würde ich ja dann auch ihre Geschichte erfahren.
Mit diesen Gedanken im Kopf schlief ich dann doch ein.
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Blue
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Re: Anna

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Die erste Nachtschicht alleine

Ich schreckte hoch, als mich eine Hand an der Schulter berührte. Wer war ich? Wo war ich? In meinen Träumen war ich eben noch irgendwo in Tschechien gewesen und hatte schemenhaft gesehen, wie Marie und Anna von fremden Männern missbraucht wurden. Mein Schwanz pochte schmerzhaft in meiner Hose und ich brauchte einen Moment, um in die Realität zurückzukehren.

Ja, ich lag noch in meinem Krankenbett im Kloster. Und wer mit da an der Schulter berührt hatte, war kein anderer als Dr. Stein!

„Na junger Mann, Sie hatten wohl eine anstrengende Nacht!“ lachte mich Dr. Stein an. Dann zwinkerte er mir zu, bevor er weiterfuhr: „Gustav hat mir schon berichtet, dass Sie sich heute Nacht gut geschlagen haben. Ich bin deshalb bereit, Ihnen ab heute Abend für die nächsten Tage, in denen Gustav in den wohlverdienten Urlaub fahren wird, den Nachtdienst anzuvertrauen, wenn Sie sich das zutrauen.“

Langsam, aber sicher wurde ich wach. Dr. Stein würde mir also tatsächlich die Nachtschicht zuteilen. Ein dicker Brocken fiel mir vom Herzen.

„Danke für Ihr Vertrauen, Dr. Stein. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich diese Aufgabe übertragen bekomme.“ Und dann berichtete ich ihm von meinen Beobachtungen in der letzten Nacht. Vor allem davon, dass sich offenbar kaum jemand des offiziellen Personals um die Frauen in dem Raum ganz hinten im Kloster kümmerte. Dass Marie dringend ein Antibiotikum brauchte. Dass Anna zwar etliche körperliche Verletzungen durch Vergewaltigungen erlitten hatte, dass ich ihre psychische Verfassung aber als größeres Problem ansah. Ich erzählte ihm auch davon, dass sich offenbar niemand darum gekümmert hatte, dass die Frauen gewaschen wurden. Und dass beide inzwischen ziemlich abgemagert waren, weil sie offenbar auch nicht genug zu essen bekamen.

Ich sah, wie Dr. Stein bei meinen Worten erbleichte.
„Hans, Sie wissen, wie sehr mir die beiden Frauen am Herzen liegen. Ich gebe zu, dass ich zwar jeden Tag nach ihnen geschaut habe, aber dass es um sie so schlecht steht, habe ich nicht bemerkt, wie ich gestehen muss.“

Dr. Stein schwieg einen Moment. Dann fuhr er fort: „Was das Essen betrifft: könnten Sie das auch noch übernehmen? Ich werde Karolina, die Leiterin der Küche, anweisen, dir alles zuzubereiten, was du für nötig hältst, damit die beiden Frauen wieder zu Kräften kommen. Das Antibiotikum für Marie werde ich ihr künftig täglich selbst verabreichen. Da Gustav sich bisher immer um den Verbandswechsel gekümmert hat, war es mir nicht aufgefallen, dass sich da eine schwere Entzündung gebildet hat. Die muss natürlich sofort entsprechend behandelt werden.“

Wieder stockte Dr. Stein für einen Moment. „Was Anna betrifft, hast du es richtig beobachtet. Ihre körperlichen Verletzungen sind zwar schlimm, aber sie werden mit der Zeit heilen. Schwieriger wird es sein, die psychischen Wunden, die man ihr zugefügt hat, in den Griff zu bekommen. Ich habe selbst schon mehrmals versucht, sie anzusprechen. Aber es war zwecklos. Sie schweigt oder murmelt nur unverständliche Worte vor sich hin. Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja, ihr näherzukommen und so Kontakt mit ihr herzustellen. Mir liegt es sehr am Herzen, zu erfahren, was mit den beiden passiert ist.“

Ich sah, wie Dr. Stein damit kämpfte, die Tränen in seinen Augen zu unterdrücken. Aus welchem Grund auch immer lag ihm offenbar sehr viel am Schicksal der beiden Frauen. Und so antwortete ich ihm: „Ich hoffe, ich werde Sie nicht enttäuschen. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich meine gesamte freie Zeit den beiden widmen werde. Ich werde nach dem Mittagessen gleich damit anfangen. Und in der Nachtschicht werde ich dann versuchen, auch mehr über das Schicksal der beiden Frauen herauszufinden!“
Dr. Stein drückte mir dankbar noch einmal die Schulter, bevor er den Krankensaal verließ.

Inzwischen hatte sich auch meine im Traum entstandene Erektion wieder gelegt. Trotzdem versuchte ich mich daran zu erinnern, was ich eigentlich geträumt hatte. Aber ich konnte nur noch vage Erinnerungen hervorrufen. Schreie, die von Marie und von Anna gekommen sein müssen. Das Trampeln von schweren Stiefeln. Fetzen von russischen Schimpfworten, die ich in meiner Zeit in Russland aufgeschnappt haben muss. Und immer wieder Schreie der Frauen, die von höhnischem Gelächter der Männer unterbrochen wurden.
Ich schüttelte den Kopf und reckte mich, um vollends wach zu werden. Was mir dann auch gelang.

Ein Blick auf die an der Wand hängende Uhr zeigte mir, dass es Zeit für das Mittagessen war. Und da ich das Frühstück verschlafen hatte, verspürte ich auch ein entsprechendes Hungergefühl in meinem Magen. Also stand ich auf, zog mich an und machte mich auf den Weg zum Speisesaal, um mir mein Mittagessen zu holen.
Auf dem Weg dorthin kam ich an der Küche vorbei. Dort roch es verführerisch nach Hähnchenfleisch. Was bei mir zu einer Idee führte.

Ich betrat die Küche und schaute mich nach Karolina, der Leiterin der Küche, um. Doch noch bevor ich sie entdeckte, hatte sie mich gesehen und stürmte auf mich zu.
Karolina war etwa 60 Jahre alt und man merkte ihrer Gestalt an, dass sie wohl ihr Leben lang als Köchin gearbeitet hatte. Jedenfalls kam sie mir sofort sympathisch vor.

„Hallo Hans, Dr. Stein war schon hier und hat mir von den beiden Frauen hinten im Kloster berichtet. Ich muss gestehen, dass ich hier in der Küche nicht mitbekommen habe, dass man sie bei der Versorgung mit Essen offenbar sträflich vernachlässigt hat. Aber das können wir beide schnell ändern!“

Sie zog mich am Ärmel zu einem der großen Kochtöpfe, die auf dem großen Herd standen, auf dem das Essen für die Kranken und das Personal zubereitet wurde.
„Wir bereiten gerade Hühnerfrikassee für das Mittagessen zu. Dabei ist eine wunderbare, kraftvolle Hühnerbrühe entstanden, die genau das richtige für die beiden Frauen sein wird. Vor allem für Marie, die – so wie ich Dr. Stein verstanden habe – im Halbkoma liegt und nicht von alleine essen kann. Aber vielleicht gelingt es dir, ihr etwas von der Brühe einzuflößen“.
Karolinas herzliche Art tat mir gut. Endlich einmal jemand, der sich offenbar ebenfalls besorgt über den Zustand der beiden Frauen zeigte.

Die Küchenchefin zog mich weiter zu einem anderen Topf. „Hier kochen wir gerade das Hühnerfrikassee. Ich werde persönlich dafür sorgen, dass für Anna, die ja wohl essen kann, wenn man ihr dabei hilft, ganz klein geschnittenes Hühnerfleisch zubereitet wird. Komm nach dem Mittagessen wieder hierher zu uns in die Küche. Ich werde dir dann zwei Kochgeschirre mit Brühe und Frikassee mitgeben, und dann kannst du versuchen, die beiden dazu zu bringen, wenigstens ein wenig Nahrung zu sich zu nehmen. Und da die Hühnerbrühe und das Frikassee am besten geeignet sind, die beiden zu stärken, wird auch heute Abend, wenn du deine Nachtschicht absolvierst, wieder warmes Essen für euch hier bereitstehen.“

Am liebsten wäre ich Karolina um den Hals gefallen. Ihre warme, freundliche Art gefiel mir und ich konnte kaum erwarten, mir nach dem Mittagessen die für Marie und Anna dann bereitstehende Nahrung zu holen und mich zu den beiden zu begeben.
Doch zunächst begab ich mich in den kleinen Speisesaal des Lazaretts, in dem die Patienten, die gehen und sich selbst versorgen konnten, ihre Mahlzeiten zu sich nahmen.
An der Essensausgabe ließ ich mir eine Tasse mit Hühnerbrühe und dann natürlich das von Karolina erwähnte Hühnerfrikassee mit einer Portion Reis geben. Schließlich wollte ich erst einmal selbst ausprobieren, was ich meinen beiden Patientinnen nachher einzuflößen versuchen wurde.

Und ich muss sagen, es schmeckte wirklich gut. Die Hühnerbrühe, auf der große Fettaugen schwammen, war sicherlich für sich gesehen schon nahrhaft. Nicht umsonst wird von Ärzten immer wieder empfohlen, dass man kranken Personen, die keine feste Nahrung zu sich nehmen können, Hühnerbrühe zu essen gibt. Und auch das Hühnerfrikassee war sehr lecker. Ich hoffte nur, dass ich Anna dazu bringen könnte, etwas davon zu sich zu nehmen.

Nachdem ich fertig gegessen hatte, ging ich zunächst kurz zurück zu meinem Bett, um dort mein Aussehen zu überprüfen. Eigentlich eine völlig überflüssige Sache, aber irgendwie war es mir wichtig, vor allem bei Anna einen guten, sauberen Eindruck zu hinterlassen. Warum auch immer…

Dann ging ich zurück in die Küche und ließ mir von Karolina das Essen für die beiden Kranken geben. Karolina hatte dem Hühnerfrikassee auch noch eine kleine Portion Reis mit beigefügt, in der Hoffnung, dass Anna vielleicht auch diesen zu sich nehmen würde.

Auf dem Weg in den hinteren Teil des ehemaligen Klosters kam ich in dem Teil des Lazaretts vorbei, in dem die Schwer- und Todkranken lagen. Dort versuchte Pflegepersonal, auch diesen etwas zu essen zu geben, was aber wohl nicht immer gelang.

Schnell durchquerte ich diesen weitgehend dunklen Teil des Lazaretts, in dem es nach Krankheit und Tod roch und in dem die Schwerverletzten wegen ihrer starken Schmerzen kaum zur Ruhe kamen.

Endlich hatte ich die ehemalige Bibliothek des Abtes erreicht. Ich öffnete die schwere Türe und trat in den Raum ein. Hier herrschte fast die gleiche Dunkelheit wie in der Nacht zuvor, da niemand es für nötig gehalten hatte, die wenigen Vorhänge in dem Raum zurückzuziehen, um zumindest ein wenig Tageslicht in diesen Raum zu lassen. Ein Raum, in dem es nach alten Büchern, aber auch nach Verbandsmitteln, Medikamenten und schwerer Krankheit roch. Also stellte ich das Essen auf einen der Tische, auf denen früher die alten Folianten lagen und studiert wurden. Dann öffnete ich alle Vorhänge und auch zwei der Fenster, um frische Luft hier hereinzulassen und den alten, ungesunden Mief zu vertreiben. Dann sah ich mich in dem Raum um.

Marie lag nach wie vor im Halbkoma versunken auf ihrem Bett. Da sie auf der Seite lag und mir das Gesicht zugewandt hatte, konnte ich dieses erstmals genauer betrachten. Schütter gewordene blassrote, von grauen Strähnen durchzogene Haare umrahmten ihr Gesicht. Ein Gesicht, dem man ansehen konnte, wie schön es früher einmal gewesen sein musste. Doch jetzt hatten sich tiefe Falten in die Haut eingegraben, die Wangen waren eingefallen und hatten eine graue Farbe angenommen.
Maries Lippen bewegten sich leise, unverständliche Laute drangen an mein Ohr. Ihre Augen zuckten, als ob ihr Gehirn ihr wirre, schreckliche Visionen vorspielen würde. Und ihre Hände, denen man die schwere Arbeit der vergangenen Jahre ansah, lagen auf der Zudecke und zitterten wie Espenlaub im Wind.

Marie etwas einzuflößen, würde nicht einfach werden, aber ich würde es versuchen. Doch zunächst wandte ich mich dem anderen Bett zu, um zu sehen, wie es Anna ging.
Wie schon in der Nacht zuvor saß sie mit angewinkelten Beinen, um die sie ihre Arme geschlungen hielt, auf dem Bett. Die nackten Füße zeigten noch Spuren von einem langen Marsch, den die beiden Frauen wohl hinter sich hatten.

Ich konnte nicht erkennen, ob Anna mich beim Betreten des Raumes bemerkt oder gar erkannt hatte. In stetig gleichem Rhythmus bewegte sie ihren Oberkörper hin und her und murmelte dabei leise vor sich hin.

Anna machte einen verletzlichen Eindruck, wie sie so auf dem Bett saß. Bei Tageslicht betrachtet sah ich, dass auch sie ziemlich abgemagert war. Das Nahrungsproblem schien also eine der wichtigsten Aufgaben zu sein, die ich in den nächsten Tagen und Nächten hier zu bewältigen haben würde.

Jetzt bei Tageslicht konnte ich erstmals richtig erkennen, welch tiefroten Haare Anna tatsächlich hatte. Allerdings waren sie mangels entsprechender Pflege stumpf und glanzlos und ihre Naturlocken hingen ihr fast regungslos über ihre Schultern. Was mich daran erinnerte, dass ich mir in der letzten Nacht vorgenommen hatte, dafür zu sorgen, dass ich ihr die Haare waschen könnte.

Doch zunächst ging es darum, den Frauen etwas Nahrung einzuflößen. Ich schloss die Fenster wieder, nachdem inzwischen zumindest etwas frische Luft in den Raum eingeflossen war. Dann nahm ich den Behälter mit der warmen Hühnerbrühe und wandte mich zunächst Marie zu.

Vorsichtig versuchte ich, sie in ihrem Bett aufzurichten. Mit Hilfe von großen Kissen, die auf den im Raum verstreuten Lederstühlen lagen, gelang es mir, sie so abzustützen, dass sie in einer halbwegs aufrechten Lage in ihrem Bett saß. Dieser Teil war also geschafft.

Doch wie sollte ich es bewältigen, ihr den einen oder anderen Löffel der Hühnerbrühe einzuflößen?

Zunächst legte ich ihren auf brutalste Art und Weise kahlgeschorenen Kopf ein wenig zurück, so dass die Suppe nicht aus ihrem Munde heraus-, sondern nach hinten in die Speiseröhre fließen würde. Dann wand ich einen uralten Trick an, mit dem man Menschen, die ihren Mund nicht freiwillig aufmachen, dazu zwingen konnte, die Lippen zu öffnen. Ich drückte ihr zwei Finger in ihre Wangen. Und tatsächlich, obwohl Marie im Halbkoma lag, öffnete sich ihr Mund.

Jetzt folgte der schwierigere Teil. Ich klemmte ihr einen der Löffel, die Karolina mir mitgegeben hatte, auf einer Seite so zwischen Ober- und Unterkiefer, dass diese sich nicht mehr schließen konnten. Und tatsächlich hatte ich so eine Lücke geschaffen, in der ich mittels des zweiten Löffels etwas Hühnerbrühe in ihren Mund fließen lassen konnte.
Gespannt wartete ich auf das Ergebnis. Würde Marie die Brühe schlucken können? Und tatsächlich, reflexartig machte sie eine Schluckbewegung und die kleine Menge Flüssigkeit machte sich auf den Weg in ihren Magen.

Ermuntert durch dieses Ergebnis, flößte ich ihr einen zweiten Löffel Suppe ein. Dann einen dritten, einen vierten. Und jedes Mal floss die warme Brühe ihre Speiseröhre hinunter.
Ich war begeistert. So würde es mir gelingen, Marie zumindest warme Brühe zu essen zu geben. Und später vielleicht sogar Brei oder Joghurt und ähnliches. Doch zunächst musste ich meine Begeisterung etwas zügeln. Ich erinnerte mich an meine Ausbildung, in der mir beigebracht worden war, dass man ausgehungerte Personen erst langsam wieder an Nahrung gewöhnen müsse. So flößte ich ihr aus einer bereitstehenden Schnabeltasse noch etwas Tee ein. Zwar bekam sie die für den Körper erforderliche Flüssigkeit durch ihre täglichen Infusionen. Trotzdem konnte es nicht schaden, wenn sie hin und wieder auch etwas Tee zu trinken bekam.

Ich setzte den Behälter mit der Suppe ab und wischte Marie mit einem sauberen Tuch die Lippen ab. Dabei betrachtete ich nochmal ihre Gesichtszüge. Sie musste früher tatsächlich eine sehr schöne Frau gewesen sein.

Ich erinnerte mich daran, dass Dr. Stein mich gebeten hatte, mit den Frauen zu reden, auch wenn diese nicht auf meine Stimme reagieren würden. Aber er hatte mir ja auch erklärt, dass gerade im Halbkoma liegende Personen oft die Stimmen vernehmen, aber eben nicht darauf reagieren könnten. Und so fasste ich Marie an einer ihrer Hände und erzählte ihr, welch schönes Wetter heute draußen war. Und dass man vom Kloster aus einen wunderbaren Blick auf die Stadt Prag hätte.

So sprach ich ein paar Minuten auf Marie ein, ohne dass diese irgendeine Regung zeigte. Schließlich zog ich die Kissen Stück für Stück hinter ihrem Rücken hervor und ließ sie langsam zurück auf ihr Bett gleiten. Dabei glitt ihr Nachthemd ein wenig über ihre Schenkel hinauf und ich konnte dort einen Teil der Verbände erkennen, die Gustav und ich in der Nacht gewechselt hatten.

Nun, es konnte nicht schaden, wenn ich auch jetzt tagsüber schon einmal nach den Verbänden sehen würde, nicht erst während der Nachtschicht. Also zog ich Marie das Nachthemd vollends nach oben und betrachtete ihren von Verbänden bedeckten Körper.

Die Verbände, die Gustav heute Nacht an ihren Beinen angebracht hatte, sahen noch frisch aus. Hier hatte es Zeit bis zur Nachtschicht. Anders aber der dicke Verband, den ich selbst gestern zwischen ihren Beinen angebracht hatte. Dort sickerte offenbar nach wie Vor Blut und wahrscheinlich auch Eiter aus ihrer Vagina.

Ich stand auf und besorgte mir aus dem Verbandsmittelschrank neues Material, um ihre Wunden zu versorgen. Langsam und vorsichtig entfernte ich Stück für Stück der Verbände, bis ich an der untersten Mullbindenschicht angekommen war. Diese war wieder völlig blutdurchtränkt. Also entfernte ich auch diese mit äußerster Vorsicht. Und jetzt bei Tageslicht konnte ich erst richtig erkennen, wie brutal man mit Marie umgegangen war.

Dr. Stein hatte recht. Marie war wohl im Abstand von einigen Tagen mehrmals vergewaltigt worden. Während ein Teil der Verletzungen bereits verkrustet war und zu heilen begann, nässten andere noch vor sich hin. Und aus ihrer Vagina, die mir nach wie vor unnatürlich weit geöffnet erschien, sickerten weiterhin Blut und Eiter. Aber einer neben dem Bett auf einem Tischchen liegenden Packung mit Antibiotika entnahm ich, dass wohl auch Dr. Stein heute schon hier gewesen war und nach Marie geschaut hatte.

Obwohl der Anblick, der sich mir bot, grausam war, regte sich in mir eine gewisse Neugier. Wer war es gewesen, der Marie so zugerichtet hatte. Soldaten der russischen Armee, die nach Westen vorrückten? Oder gar deutsche Soldaten, die auf dem Rückzug waren? Und was hatte man der armen Frau alles angetan?

Wieder stiegen in mir unwillkürlich Vergewaltigungsfantasien auf und ich hatte Mühe, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Insbesondere der Moment, in dem ich Marie erneut einen mit Wundsalbe bestrichenen Tampon in die misshandelte Scheide drückte, erforderte meine volle Aufmerksamkeit. Und wie schon in der Nacht entfuhren Marie leise Schreie, denen ich entnehmen konnte, dass sie wohl vergebens versucht hatte, ihre Vergewaltiger davon abzubringen, sie immer wieder und wieder zu vergewaltigen.

Nachdem ich auch ihren Nabel und ihr Brüste, denen die Brustwarzen abgesäbelt worden waren, versorgt hatte, deckte ich Maries Vorderseite wieder zu und drehte sie auf die andere Seite, um mir auch dort die Verletzungen anzusehen.

Jetzt bei Tageslicht konnte man gut erkennen, wo Dr. Stein Marie die gebrochenen Rippen bandagiert hatte. Diese Bandagen würde ich nicht entfernen, denn allein wäre es mir unmöglich gewesen, neue Bandagen fachgerecht anzulegen. Das würde ich Dr. Stein überlassen.

Auch die Verbrennungen, die offenbar von Zigaretten herrührten, begannen weiter zu heilen. Wobei ich mir beim Anblick dieser roten, teilweise noch leicht entzündeten Stellen frage, wie diese Verbrennungen zugefügt worden waren. Hatten die Täter die Zigaretten einfach aus Lust und Laune auf ihrem Rücken ausgedrückt. Oder wurden sie bewusst dort angebracht, um sie zu foltern, damit sie vielleicht bestimmte Informationen preisgeben würde? Ich wusste es nicht, hoffte aber, in den nächsten Tagen vielleicht über Anna mehr darüber zu erfahren.

Dann wandte ich mich wie in der Nacht zuvor wieder ihrem Po und dem Verband dort zu.

Bei Tageslicht betrachtet, vielen mir mehrere kleinere Verletzungen und Bissspuren auf ihren weißen Pobacken auf, die aber praktisch schon verheilt waren und keiner weiteren Nachsorge außer etwa Wundsalbe benötigten.

Anders sah es bei ihrem Verband in der Pospalte aus. Auch dieser war seit der Nachtschicht schon wieder durchgeblutet und so entfernte ich diesen vorsichtig. Trotz ihres Halbkomas schien Marie dort Schmerzen zu verspüren. Ich arbeitete deshalb besonders vorsichtig, wobei ich leise auf sie einredete.

Meine Stimme schien tatsächlich zu ihr hin durchzudringen, den ihr aufstöhnen wurde leiser und weniger. Also redete ich einfach weiter, irgendwelche Belanglosigkeiten, nur um sie abzulenken.

Als ich ihr noch einmal eine Tamponade in ihren Anus einführte, zuckte sie allerdings wieder heftig zusammen und ein Schrei entfuhr ihren Lippen. Die arme Frau, sie schien wirklich entsetzliches durchgemacht zu haben. Aber mein Verbandswechsel war auch an dieser Stelle schnell beendet und so schloss ich Maries Nachthemd von hinten und deckte sie sorgfältig zu.

Dann wusch ich mir erst einmal sorgfältig die Hände, bevor ich mit den beiden Kochgeschirren zu Annas Bett ging.

„Hallo Anna, ich bin es, Hans, der dich zusammen mit Gustav in der Nachtschicht versorgt und dir und deiner Mutter neue Verbände angelegt hat.“

Es erfolgte keinerlei Reaktion seitens Anna, sie wippte und murmelte einfach weiterhin vor sich hin.

Ich baute auch hinter ihrem Rücken eine Kissenburg zusammen. Dann packte ich sie vorsichtig an den Schultern und drückte sie auf diese Kissen zurück. Erstaunlicherweise ließ sie das widerstands- und kommentarlos mit sich geschehen.

„Anna, ich habe dir etwas zu essen mitgebracht. Du musst unbedingt wieder zu Kräften kommen, wenn du dieses Lazarett lebend verlassen willst. Also werde ich dir genauso wie deiner Mutter bei jedem meiner Besuche etwas zu Essen mitbringen. Und ich würde mich freuen, wenn du die Nahrung zu dir nehmen würdest.“

Annas Gesicht blieb weiterhin ausdruckslos und ihre Augen starrten ins Leere, als ob sie dort etwas erkennen würde, was sich unauslöschbar in ihr Gehirn eingebrannt hatte.
Da Anna bei Bewusstsein war, hoffte ich nicht, dass ich diesen unangenehmen Trick anwenden musste, um sie dazu zu bewegen, wenigstens ein wenig Nahrung zu sich zu nehmen.
Ich setzte mich neben Anna aufs Bett, öffnete den Behälter mit der Hühnersuppe und hielt Anna einen halben Löffel voll der Kraftbrühe gegen die Lippen.

„Bitte Anna, mach einfach nur deinen Mund ein wenig auf, damit ich dir etwas von der Brühe einflößen kann!“

Zum ersten Mal kam eine Regung in die starren Gesichtszüge. Und tatsächlich öffnete Anna ihre Lippen leicht.

Ich flößte ihr vorsichtig ein wenig von der Suppe ein, wobei ich ausgiebig ihre Lippen betrachten konnte. Sie waren zwar rissig und spröde, aber am liebsten hätte ich ihr einen zarten Kuss darauf gegeben. Aber ich riss mich zusammen und flößte ihr langsam weiter von der Brühe ein. Was sie erstaunlicherweise anstandslos geschehen ließ.
Nach einer Weile gönnte ich ihr eine Verschnaufpause, bevor ich mit dem Hühnerfrikassee fortfuhr. Hier war das Füttern schon etwas schwieriger, da ja klein geschnittenes Hühnerfleisch und auch etwas Reis in der Soße schwammen. Aber nachdem ich Anna gut zugeredet hatte, öffnete sie tatsächlich ihren Mund etwas weiter, so dass ich ihr mit dem Löffel auch kleine Portionen des leckeren Hühnerfrikassees dort hineinschieben konnte. Und Anna schien zu erkennen, dass es sich nun nicht mehr nur um Brühe handelte, die sie einfach nur hinunterschlucken musste. Ob automatisch aus einem Reflex heraus oder bewusst, jedenfalls fing sie ein, ein wenig herumzukauen, bevor sie den dabei entstandenen Brei hinunterschluckte.

Nach einigen weiteren Bissen schien Anna dann jedoch satt zu sein und ich wischte auch ihr die Lippen mit einem Tusch sauber. Es war nicht viel, was sie gegessen hatte, aber immerhin! Jeder Bissen war wichtig für ihre Genesung und ich würde schon dafür sorgen, dass sie in Zukunft genügend Essen bekam.

Da Anna nun schon einmal in die Polster gelehnt auf dem Bett saß, wollte ich auch gleich noch den Versuch unternehmen, ihre Haare zu waschen.

„Bitte bleib so sitzen, liebe Anna. Ich hole nur eine große Schüssel mit warmem Wasser und dann versuche ich, dir deine Haare zu waschen. Sie haben es dringend nötig und es wäre schade, wenn sie weiterhin so ungepflegt bleiben würden.

Ich verließ kurz den Raum, um ein paar Minuten später mit einer großen Schüssel warmen Wassers sowie einem Stück Haarseife, das ich einer der Damen, die in den übrigen Räumen ihren Dienst als Krankenschwestern erfüllten, entlocken konnte.

„Da bin ich wieder, Anna. Jetzt müssen wir nur einmal überlegen, wie wir deine Haare am besten waschen können.“

Zunächst öffnete ich Annas Nachthemd am Rücken und zog dieses bis hinab zu den Hüften. Spätestens beim Verbandswechsel hätte ich dies eh tun müssen. Dann breitete ich ein großes Handtuch über Annas Oberkörper aus, so dass dieser beim Haarewaschen nicht nass würde. Dabei streifte ich mit einem meiner Arme ihre jungen Brüste. Ich versuchte mir zwar einzureden, dass dies völlig unabsichtlich geschehen war. Aber wenn ich es zugebe, war da schon auch ein wenig Absicht mit dabei gewesen. Wofür ich mich gleichzeitig schämte, aber auch wieder eine gewisse Erregung spürte. Genau wie in der Nacht zuvor.
Dann griff ich in Annas lange Haare, drückte ihr den Kopf nach vorne, bis er über der Waschschüssel gebeugt war. Anna selbst ließ all das widerstandslos über sich ergehen, so dass ich anschließend keine Mühe hatte, ihr das Haupthaar zu waschen.

Zunächst sorgte ich dafür, dass ihr Haar vollständig nass wurde. Da ihr Kopf vorneübergebeugt war und ihr Haar somit in die Waschschüssel, die auf ihrem Schoße stand, fiel, blieb es unausweichlich, dass ich hin und wieder erneut ihre Brüste berührte. Dieses Mal aber nicht nur mit dem Arm, sondern auch mit den Händen, die nun die Haarseife in Annas Haare rieben und dort sanft einmassierten. Aber wieder zeigte Anna keinerlei Anzeichen von Widerstand.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich Annas komplettes Haupthaar gewaschen und wieder ausgespült hatte. Danach war das Wasser in der Waschschüssel ordentlich trübe, während die Haare wieder ihren ursprünglichen Zustand und vor allem diese schöne dunkelrote Farbe zurückgewonnen hatten.
Ich versuchte, die Haare mit meinen Händen so gut es ging auszuwringen. Anschließend wickelte ich Annas Haare in ein trockenes Handtuch ein, das die restliche Feuchtigkeit aufsaugen sollte.

Zuletzt entfernte ich die Kissen in ihrem Rücken und ließ auch sie langsam zurück auf ihr Bett gleiten, wo sie auf dem Rücken zu liegen kam.
„Ich komme gleich wieder, Anna, und dann kümmere ich mich wieder um deine Verbände. Versprochen!“

Ein kurzes Aufflackern erfolgte in Annas Augen. Also hatte sie offenbar auch hier verstanden, was ich ihr gesagt hatte.

Ich entsorgte das Waschwasser und brachte dann auch gleich frisch gewaschene Handtücher und neues Verbandsmaterial mit. So würde ich mich nicht erst in der Nachtschicht, wo in der Medikamentenausgabe des Lazaretts wohl eh niemand anzutreffen wäre, darum zu kümmern brauchen.

Als ich zurückkam, lag Anna nach wie vor auf dem Rücken, dieses Mal aber mit geschlossenen Augen, wobei auch bei ihr die Augenlider immer wieder zuckten. Allerdings nicht so stark wie vorhin bei Marie.

Ich setzte mich neben Anna und nahm eine ihrer Hände und drückte sie leicht. Sofort öffnete Anna die Augen. Und drehte den Kopf zu mir, so dass ich zum ersten Mal ihre Augenfarbe im Tageslicht erkennen konnte: tatsächlich grün, so wie ich es eigentlich erwartet hatte.

„Anna, ich werde jetzt wieder deine Wunden versorgen und die Verbände wechseln, soweit das erforderlich ist. An der einen oder anderen Stelle wird das sicherlich wieder schmerzhaft für dich werden. Aber keine Angst, hier wird dir niemand etwas Böses tun!“
Bei diesen Worten blickte ich Anna tief in diese wunderschönen grünen Augen. Und irgendetwas berührte mich dabei noch mehr, als es mich beim ersten Anblick der beiden missbrauchten Frauen getan hatte.

Da ich vorhin beim Haarewaschen Annas Nachthemd ja bereits bis zu den Hüften heruntergezogen hatte, betrachtete ich noch einmal ausgiebig Annas Oberkörper. Da diese inzwischen wieder die Augen geschlossen hatte, brauchte ich keine Angst zu haben, dass sie das Bemerken würde.

Wie schon in der Nacht bewunderte ich Annas wunderschön geformten Brüste. Auch wenn hier und da noch blaue Flecken zu sehen waren, die wohl daher stammten, dass man auch sie recht grob angefasst hatte, waren sie ansonsten – anders als bei Marie – praktisch unversehrt. Und auch jetzt hätte ich am liebsten diese Brüste in meine Hände genommen, die zarte Haut liebkost und meine Lippen sachte daran spielen lassen. Aber das ging nicht! Ich war ihr Pfleger und sie eine kranke Patientin. Wenn das herauskommen würde, würde mich Dr. Stein sicherlich sofort aus dem Lazarett werfen lassen!

So begnügte ich mich erst einmal damit, meine Blicke noch einmal ausgiebig über ihr Gesicht und ihren Oberkörper gleiten zu lassen, nicht ohne zu bemerken, dass sich erneut etwas in meiner Hose regte!

Doch dann überwog wieder mein Pflichtbewusstsein. Ich zog Annas Nachthemd wieder bis hinab zu ihren Knien, um den Verband zwischen ihren Beinen wechseln zu können.
Dieses Mal ließ sich der Verband leichter lösen als in der Nacht. Und auch aus ihrer Vagina floss, soweit ich das einzuschätzen vermochte, weniger Blut und Eiter.
Neben Annas Bett stand auf dem Nachttisch ebenfalls eine Packung Antibiotika. Daran angelegt war ein Zettel, auf den Dr. Stein geschrieben hatte:
„Lieber Hans, du hattest recht, auch Anna braucht dringend ein Antibiotikum, damit wir die Entzündung eindämmen können. 3x täglich eine Tablette mit etwas Flüssigkeit einflößen. Und vermerke bitte, wann du ihr das Medikament gegeben hast, damit wir auch sicherstellen, dass sie es regelmäßig oder nicht aus Versehen doppelt bekommt.“
Darunter stand 8.30 Uhr als Uhrzeit vermerkt. Ich würde also Anna, wenn ich mit dem Verbandwechsel fertig war, eine weitere Tablette geben können.

Wie in der Nacht zuvor versorgte ich vorsichtig Annas Verletzungen zwischen ihren Schenkeln und legte einen neuen Verband an. Dann drehte ich sie langsam auf den Bauch, um auch ihre Verletzungen auf dem Rücken zu versorgen.

Die Brandwunden schienen weiter abzuheilen, so dass ich dort nur etwas Wundsalbe und kleine Pflasterverbände auftragen musste. Dann kam die schwierigste Aufgabe: den Verband an ihrem Anus lösen, die Wunde säubern und einen neuen Verband anlegen. Aber auch das ging dieses Mal leichter als während der Nachtschicht. Der Verband war kaum durchgeblutet und ließ sich gut lösen. Zwar zuckte Anna zusammen, als ich die Mullbinden löste. Und als ich die Wunde an ihrem Po mit warmem Wasser reinigte, schrie sie wieder leise auf. Die Verletzung musste also ziemlich schmerzhaft sein. Umso vorsichtiger trug ich dann mit dem Finger Wundsalbe auf ihren wohl mehrfach geschändeten Po auf, wobei ich den Finger auch ein wenig in ihren Anus hineingleiten ließ, um auch die fort vorhandenen Risse im Darm zu versorgen.

Ein seltsames Gefühl durchzog meinen Unterleib. Ich hatte zwar schon wiederholt davon geträumt, mit einer Frau Analsex zu vollziehen, aber bislang noch nie die Gelegenheit dazu gehabt. Als ich nun vorsichtig meinen mit der Wundsalbe benetzten Finger in Annas Anus gleiten ließ, bekam ich erstmals ein Gefühl dafür, wie sich das anfühlen könnte.
Da ihr Poloch durch die Vergewaltigungen eingerissen und noch relativ weit geöffnet war, gelang es mir leicht, den Finger in sie eindringen zu lassen. Und das fühlte sich unheimlich gut an!

Wieder begann sich in meiner Hose etwas zu regen, dieses Mal noch stärker als zuvor, als ich ihre Vagina versorgt hatte. Anna begann zu stöhnen, als ich den Finger in sie schob. Die Verletzungen mussten also schmerzhaft sein und in ihr unangenehme Erinnerungen hervorrufen. Dennoch reizte mich der Anblick meines Zeigefingers, der in ihrem Po verschwand, so sehr, dass ich den Finger langsam, aber sicher bis zum Anschlag in sie hineinschob.

Was für ein geiles Gefühl! Ich hatte zwar schon öfters Frauen gefingert, aber das hier war etwas ganz anderes. Obwohl ihr Po noch weit geöffnet war und mein Finger nahezu mühelos in sie eindringen konnte, fühlte sich das doch ganz anders an als die Finger in eine Muschi zu stecken.

Wohl als Folge des Schmerzes, den Anna dabei empfand, drückte sie ihren Schließmuskel fest zusammen, um ein tieferes Eindringen zu verhindern. Aber dafür war es eh zu spät. Mein Finger steckte bis zum Knöchel in ihr und am liebsten hätte ich ihr auch noch einen zweiten Finger dort hineingeschoben, um diese heiße Wärme, dich mich dort festhielt, noch besser genießen zu können. Aber dann zog ich mich doch langsam aus ihr zurück, verteilte noch etwas Wundsalbe auf die eingerissene Wunde und legte ihr einen neuen Verband an.
Dann zog ich das Nachthemd wieder hoch, verschloss es auf dem Rücken, drehte Anna wieder auf den Rücken und entfernte das Handtuch von ihren Haaren. Diese waren inzwischen fast trocken und schillerten feuerrot in der Sonne, die durch die Fenster in der Bibliothek schien.

Ich verabreichte Anna noch das Antibiotikum, das Dr. Stein bereitgelegt hatte. Meine Arbeit war damit beendet und ich verabschiedete mich von Anna mit dem Versprechen, in der Nachtschicht wiederzukommen und mich um sie und ihre Mutter zu kümmern. Anna hielt die Augen geschlossen und gab mit keiner Miene zu verstehen, ob sie mich verstanden hatte.
Ich entsorgte das alte Verbandsmaterial, brachte die Kochgeschirre zurück in die Küche, wo ich Karolina berichtete, dass meine Bemühungen, den beiden Frauen zumindest etwas Essen einzuflößen, Erfolg gehabt hatten. Was Karolina sehr erfreute und sie versprach, mir für die Nachtschicht wieder etwas zu Essen mitzugeben.

Dann begab ich mich zurück zu meinem Bett und ließ mich erschöpft niedersinken. Eigentlich war ich hundemüde und hätte sofort einschlafen müssen. Aber eine innere Unruhe hatte mich erfasst. Immer wieder und wieder sah ich vor meinem geistigen Auge Marie und Anna und ihre schrecklichen Verletzungen. Und auch wenn ich mich dafür schämte: der Gedanke an meinen Finger, den ich in Annas Anus gesteckt hatte, ließ meinen Schwanz hart werden und pochen. So fest, dass ich schließlich nicht anders konnte als ihn zu reiben, bis ich unter der Bettdecke abspritzte. Zum Glück schliefen die anderen Patienten, so dass niemand bemerkte, was ich da getan hatte.
Erschöpft schlief ich dann wieder ein.
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Blue
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Re: Anna

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Die Geschichte geht weiter



Als ich Stunden später erwachte, war es draußen bereits dunkel und ich beeilte mich, um im Speisesaal noch etwas zum Essen zu bekommen. Dann lud ich den Verbandswagen auf und begab mich auf meine Runde der Nachtschicht.

Da am Tage einige der Leichtverletzten aus dem Lazarett entlassen worden waren, war ich schnell mit meiner Runde im vorderen Teil des Klosters fertig. Auch die Schwerverletzten waren schnell versorgt. Eine innere Unruhe trieb mich voran und so gönnte ich mir – anders als am Vorabend – keine Zeit für ein Gespräch mit den Schwerverletzten. Nein, ich wollte nach ganz hinten, wo Marie und Anna in der Bibliothek lagen.

Noch einmal belud ich den Verbandswagen mit frischem Material, zwei Schüsseln mit heißem Wasser. Und schaute noch einmal in der Küche vorbei, wo Karolina mir tatsächlich in zwei Wärmebehältern Essen für die beiden Frauen hinterlassen hatte.

Voller Spannung öffnete ich die Türe zur Bibliothek. Die Vorhänge waren noch geöffnet, wie ich sie mittags zurückgelassen hatte und durch die Fenster schien das Licht des Mondes, der fast seine volle Rundung erreicht hatte.

Ich setzte wie am Vorabend meine Stirnlampe auf und schaltete sie ein. Nur dass ich dieses Mal alleine mit den Frauen im Zimmer war, da Gustav seinen wohlverdienten Heimaturlaub angetreten hatte.

Auch dieses Mal wandte ich mich zuerst Marie zu. Sie lag nach wie vor auf der Seite, das Gesicht mir zugewandt. Ihre Verletzungen mussten schrecklich schmerzen, denn sie stöhnte noch lauter als am Vorabend.

Auch jetzt begann ich damit, Kissen in ihren Rücken zu legen und sie so aufzurichten, dass ich ihr wenigstens etwas warme Suppe einflößen konnte. Dann bettete ich sie wieder zurück und schaute nach ihren Verbänden. Da ich sie erst mittags gewechselt hatte, musste ich nur die Wunden an ihrer Vagina, an ihren Brustwarzen, die man ihr so brutal abgesäbelt hatte und an ihrem Anus versorgen. Da ich inzwischen schon einige Erfahrung gesammelt hatte, ging das schnell vonstatten, so dass ich mich anschließend Anna zuwenden konnte.
Diese saß wieder auf ihrem Bett, murmelte vor sich hin und wippte wieder mit dem Oberkörper vor und zurück.

„Hallo Anna, wie geht es dir?“ begrüßte ich sie. Aber Anna ließ durch keinerlei Reaktion erkennen, dass sie mich bemerkt hatte.

Also öffnete ich den zweiten Warmhaltebehälter, nahm einen frischen Löffel und begann, Anna erneut von dem Hühnerfrikassee einzuflößen. Und zu meinem Erstaunen öffnete Anna sofort den Mund, als ich ihr den Löffel zwischen die Lippen zu schieben versuchte.

Das Wippen und auch das Murmeln hörte auf und ich konnte Anna problemlos eine größere Portion des Frikassees zu essen geben.
Als ich merkte, dass sie offenbar satt war, wischte ich ihr sanft mit einem Tuch die Lippen ab. Die sich plötzlich öffneten und zu meinem Erstaunen kam ein leises „Danke, Hans“ aus ihrem Munde.

Mein Herz schlug höher, als ich zum ersten Male Annas Stimme vernahm. Leise, aber doch deutlich verständlich.

„Hat es dir geschmeckt, Anna?“ fragte ich mein Gegenüber. Und Anna nickte leise vor sich hin.

Ich stellte den Warmhaltebehälter auf einen Tisch und wandte mich wieder Anna zu.

„Anna, ich würde mir jetzt gerne wieder deine Verletzungen ansehen. Könntest du dich bitte auf den Rücken legen, damit ich die Verbände wechseln kann?“
Tatsächlich ließ sie sich auf den Rücken gleiten und das Nachthemd öffnen, so dass ich mir die Verbände ansehen konnte. Doch nachdem ich sie erst vor wenigen Stunden gewechselt hatte und die Blutungen offensichtlich langsam versiegten, brauchte ich nur kurz ihren Verband an ihrer Vagina zu erneuern. Da ich bemerkte, dass Anna mir dabei zusah, verkniff ich es mir, sie mehr als unnötig dort zu berühren.

Auch als ich sie danach bat, sich auf den Bauch umzudrehen, damit ich mir die Verbände auf ihrer Rückseite ansehen konnte, gehorchte Anna anstandslos.
Die Verletzung an ihrem Anus hatte den dortigen Verband wieder mit Blut verschmiert, aber es war deutlich weniger als beim letzten Verbandswechsel. Dieses Mal begnügte ich mich damit, ihr vorsichtig ein wenig Wundsalbe um ihren wunden Anus zu verschmieren, auch wenn es mir schwerfiel, ihr nicht wieder einen Finger tief in dieses geheimnisvolle Loch zu schieben. Aber ich begnügte mich mit dem einfachen Verbandwechsel, knöpfte ihr Nachthemd wieder zu und half ihr, sich wieder auf den Rücken zu drehen,
„Danke Hans!“

Erneut erstaunte ich über ihre Worte, die ihr dieses Mal offenbar leichter über die Lippen kamen.

Gerührt ergriff ich Annas rechte Hand und drückte sie sanft. „Nichts zu danken, Anna. Dr. Stein hat mich gebeten, mich um dich und deine Mutter zu kümmern, da offenbar niemand vom normalen Personal mit euch in Kontakt treten möchte. Ich weiß zwar nicht, warum sie Euch meiden, aber ich habe Dr. Stein versprochen, Euch mit Essen zu versorgen und mich um Eure Verletzungen zu kümmern. Und immerhin hat auch deine Mutter jetzt schon zweimal etwas Suppe zu sich genommen. Ich hoffe, dass sie bald aus ihrem Halbkoma erwachen wird, so dass ich sie dann auch richtig füttern kann.“

Anna erwiderte leicht meinen Händedruck, was mein Herz erneut höherschlagen ließ. Dann nahm ich meine Stirnlampe ab, da ich merkte, dass sie das helle Licht, das ich für den Verbandswechsel benötigte, blendete, wenn ich versuchte, in ihr Gesicht zu schauen. Stattdessen schaltete ich eine der kleinen Leselampen, die am Arbeitstisch des früheren Abtes standen, an. Sofort verbreitete sich ein warmes, nahezu gemütliches Licht im Raum. Und wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte es sich richtig kuschelig anfühlen können.

So saß ich eine Weile an Annas Bett, sah, wie sie immer wieder die Augen vor Schmerzen und Ermüdung schloss. Und sie dann wieder öffnete, um mir ins Gesicht zu schauen. Ihre Augen schienen mich dabei von Kopf bis Fuß zu mustern, so als ob sie erkunden wollte, ob sie mir vertrauen konnte.

Schließlich war ich es, der das Wort wieder ergriff. Denn ich war begierig darauf, mehr über das Schicksal von Anna und ihrer Mutter zu erfahren. Schließlich hatte ich ja auch Dr. Stein versprochen, zu versuchen, Anna zum Reden zu bringen, um herauszubekommen, woher die beiden gekommen waren und was ihnen dabei widerfahren war.

„Anna, darf ich dich etwas fragen? Du musst nicht antworten, wenn es dir zu schwerfällt. Aber Dr. Stein ist der Meinung, dass er dir und deiner Mutter Marie besser helfen könne, die Heilung zu beschleunigen, wenn er wüsste, was mit Euch geschehen ist. Und auch ich bin an Eurem Schicksal interessiert!“

Ich schwieg einen Moment, als ich sah, dass Anna die Augen wieder schloss. Doch als sie sie dann wieder öffnete, fuhr sie mit zittriger Stimme an zu reden: „Ach Hans, das ist eine lange Geschichte, und ich weiß nicht so recht, ob ich sie tatsächlich erzählen und wie ich anfangen soll.“

„Fang doch einfach damit an, woher Ihr gekommen seid und wie es dazu kam, dass ihr Euch auf dem Weg nach Prag befunden habt, als Euch ein Trupp von Flüchtlingen völlig entkräftet aufgelesen und hierher ins Kloster gebracht hat!“

Wieder schluckte Anna schwer und ich merkte, wie es ihr schwerfiel, einen Anfang zu finden.

„Ursprünglich wohnten wir in der Nähe von Zbraslavice, einem kleinen Ort etwa 80 Kilometer südöstlich von Prag. Wir, das waren meine Mutter Marie und ihr Mann Klaus, meine Großeltern Monika und Peter und ich.“

Ich bemerkte, wie sie bei der Erwähnung des Mannes ihrer Mutter zusammenzuckte und es offenbar vermied, von ihrem „Vater“ zu sprechen. Ich konnte mir zunächst keinen Reim darauf machen, aber später sollte ich dann auch den Grund dafür erfahren. Doch zunächst war es Anna, die zögernd und leise fortfuhr.

„Meine Großeltern und meine Mutter waren direkt nach dem Ende des ersten Weltkrieges aus dem völlig zerbombten Würzburg nach Berlin gezogen und hatten sich ein kleines Eisenwarengeschäft aufgebaut. Meine Mutter war damals erst 16 Jahre alt und half als Verkäuferin im Laden ihrer Eltern mit. Doch ihr geheimster Wunsch war wohl schon immer gewesen, Medizin zu studieren und Ärztin zu werden. Doch für ein Studium fehlte es meinen Großeltern zunächst an Geld, da es in der Nachkriegszeit schwer war, überhaupt genug zum Überleben zu verdienen. Doch mit der Zeit konnten sie ihren Laden vergrößern und das Geschäft fing an, so gut zu laufen, dass sie Mutter versprachen, dass sie mit 21 Jahren, wenn sie volljährig werden würde, das Studium beginnen könnte (Anmerkung: zur damaligen Zeit wurde man erst mit 21 Jahren volljährig und durfte dann auch als Frau ein Studium beginnen).

Ich merkte, wie Annas Kehle trocken wurde und reichte ihr ein Glas Wasser, das sie dankbar annahm und mehrere Schlucke trank, bevor sie fortfuhr.
„Doch wenige Tage vor ihrem 21. Geburtstag geschah etwas, das alles veränderte. Mutter bekam eine Blinddarmentzündung und musste ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert werden. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit einem schon etwas älterem Mann namens Klaus verlobt und eigentlich war geplant, dass die beiden nach Mutters Volljährigkeit heiraten sollten. Und nach dem Ende des Studiums wollten die beiden dann vielleicht auch eine Familie gründen.“

Wieder setzte Anna ab und trank einen Schluck Wasser.

„Die Blinddarmoperation verheilte nur langsam und Mutter musste mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen, da sich eine schwere Entzündung gebildet hatte. Zu dieser Zeit lernte sie einen jungen Arzt kennen, der sich während ihres Krankenhausaufenthaltes rührend um sie kümmerte. Und so kam es, dass die beiden begannen, sich ineinander zu verlieben. Erst war es nur heimliches Händchenhalten während der Visiten und Verbandswechsel, später kamen erste vorsichtige Küsse hinzu, wie ich vor kurzem erfuhr. Und dann kam der Tag, an dem Mutter aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen wurde. Dort wartete ihr Verlobter Klaus auf sie, der wegen ihrer langen Abwesenheit inzwischen ziemlich mürrisch geworden war und es kaum erwarten konnte, dass sie wieder in die Wohnung ihrer Eltern einzog. Doch zu seiner großen Enttäuschung begrüßte ihn Mutter nicht mit der Begeisterung, die er wohl erwartet hatte.

Meine Großmutter wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der zarten Beziehung, die sich zwischen ihrer Tochter und dem jungen Arzt entwickelt hatte und so versuchte sie Klaus damit zu beschwichtigen, dass meine Mutter wohl noch immer Schmerzen von der Operation und der anschließenden Erkrankung hatte. Was Klaus dann wohl auch widerwillig akzeptiere. Nicht ohne gegenüber meiner Mutter erkennen zu lassen, dass er als ihr Verlobter und künftiger Ehemann ein gewisses Wohlwollen ihm gegenüber erwarten durfte.
Was er nicht wusste: meine Mutter und der junge Arzt trafen sich auch weiterhin, anfangs eher selten, später fast täglich. Und so kam, was kommen musste: meine Mutter, zu diesem Zeitpunkt noch Jungfrau, fing an, mit dem Arzt zu schlafen. Und dann geschah es eines Tages, dass ihre Periode ausblieb.

Panik ergriff meine Mutter. Was tun? Sie hatte sich unsterblich in den Arzt verliebt und auch dieser hatte ihr immer wieder seiner Liebe versichert. Aber noch war sie minderjährig und außerdem war sie ja Klaus versprochen. Klaus, der in letzter Zeit immer öfters versucht hatte, im Hinblick auf die anstehende Hochzeit Marie zu drängen, schon vor der Hochzeit mit ihm zu schlafen.“

Als Anna wieder eine Pause einlegte, warf ich einen Blick über meine Schulter zurück auf Marie, die nach wie vor im unruhigen Komaschlaf lag und immer wieder Unverständliches vor sich hinmurmelte. Was hatte diese Frau damals wohl für Ängste ausgestanden? Was hatte sie durchgemacht?

Gespannt wartete ich darauf, dass Anna weitersprach. Und tatsächlich, nach einer längeren Pause, fuhr sie fort.

„Für einen Moment hatte meine Mutter daran gedacht, einfach mit ihrem Geliebten Arzt durchzubrennen, fort, an einen weit entfernten Ort, wo niemand sie finden würde, da sie ja inzwischen volljährig war. Doch das Risiko erschien ihr zu groß. Klaus würde sicher Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um seine Verlobte zu finden. Und da sie wusste, wie jähzornig Klaus manchmal sein konnte, ahnte sie, was ihr und ihrem neuen Freund blühen würde, wenn er sie tatsächlich fand.

Nach langem Zögern vertraute sie sich schließlich ihrer Mutter, einer verständnisvollen Frau, an. Ihrem Freund, dem Arzt, hingegen verschwieg sie, dass sie wohl schwanger von ihm war. Und natürlich erzählte sie auch Klaus nichts von der Schwangerschaft.

Zu ihrer Überraschung war ihre Mutter nicht im Geringsten erstaunt über ihre Enthüllungen. Nicht umsonst kannte sie ihre Tochter seit über 21 Jahren und hatte bemerkt, dass ihr etwas auf dem Herzen lag, was sie bedrückte.“

Was folgte, ist schnell erzählt. Annas Großmutter erzählte ihrem Manne, einem warmherzigen Menschen, was passiert war. Und schnell schmiedeten die beiden einen Plan.
Maries Vater hatte wohl schon länger mit dem Gedanken gespielt, seinen Eisenwarenhandel zu verkaufen und mit seiner Frau nach Tschechien zu ziehen, sobald Marie mit dem Studium beginnen würde. Mit dem Geld aus dem Verkauf konnten sie in Tschechien sich ein schönes Stück Land kaufen, um dort einen kleinen Bauernhof zu betreiben. Und um sich einen lang gehegten Traum zu verwirklichen: eine kleine Pferdezucht. Denn Großvater liebte Pferde über alles. Und so nebenbei konnten sie Marie mitnehmen und ihr vielleicht doch noch das erhoffte Medizinstudium ermöglichen, während ihre Großmutter sich um das noch ungeborene Kind kümmern würde. Und so nebenbei gab es in der Nähe des Ortes, den die beiden sich als neue Heimat ausgesucht hatten, noch mehrere deutsche Familien, so dass sie nicht völlig alleine in der Fremde leben würden.

Als meine Großmutter Monika ihrer Tochter von ihrem Plan erzählte, war diese zunächst überhaupt nicht begeistert. Denn wie sollte sie dem Vater ihres künftigen gemeinsamen Kindes erklären, warum sie und ihre Familie auf einmal Berlin verlassen würden. Und darauf hoffen, dass dieser sie nach Tschechien begleiten würde, konnte sie nicht. Zu sehr liebte er seinen Beruf in dem Berliner Krankenhaus.

Und dann war da noch Klaus. Als Maries Vater Klaus von dem Plan erzählten, Berlin zu verlassen und auszuwandern, hatten eigentlich alle gehofft, dass dieser die Verlobung lösen und in Berlin verbleiben würde. Doch was keiner von ihnen wusste: Klaus hatte in der Zeit, in der Marie im Krankenhaus lag, in dubiosen Spielhöllen viel Geld verloren und die Betreiber der Clubs bedrängten ihn von Tag zu Tag mehr, endlich das verspielte Geld zurückzuzahlen. Zumal er inzwischen auch angefangen hatte zu trinken und deswegen arbeitslos geworden war. So sah er in dem Vorschlag die Gelegenheit, unerkannt zu verschwinden und seine Gläubiger, mit denen nicht zu spaßen war, wie er wusste, einfach zu versetzen. Und so beschloss er, sich der Familie anzuschließen und mit nach Tschechien auszuwandern. Außerdem war ihm ja die junge, hübsche Tochter versprochen, was ihm die Entscheidung noch leichter machte. Denn seiner Ansicht nach hatte er schon viel zu lange darauf gewartet, dass sich Marie seinem Ansinnen, endlich mit ihm zu schlafen, nicht länger widersetzen würde.
Und so kam es, dass die Familie in einer Nacht- und Nebelaktion ihren Laden an einen guten Freund verkaufte. Von dem Erlös kauften sie sich über die tschechische Botschaft einen kleinen Bauernhof im Südosten von Prag. Und das Geld reichte sogar noch aus, sich einen gebrauchten Lastwagen nebst Anhänger zu leisten, mit dem sie ihr weniges Hab und Gut nach Tschechien verfrachten konnten.

Blieb noch die Frage, wie sie Klaus die Schwangerschaft von Marie verkaufen konnten. Doch auch da wusste Großmutter Monika Rat. Marie sollte so schnell wie möglich mit Klaus schlafen. Und dann vorgeben, von ihm schwanger geworden zu sein. Dass Maries Kind einige Wochen vor der eigentlichen Zeit zur Welt kommen würde, das würde Monika Klaus mit einer Frühgeburt zu erklären versuchen.

Marie widerstrebte der Gedanke, mit Klaus zu schlafen und ihn dann womöglich auch noch heiraten zu müssen. Aber was blieb ihr für eine Wahl? Als gerade Volljährige Mutter zu werden, war damals höchst verpönt. Und würde den tatsächlichen Vater ihres Kindes sicherlich ebenfalls in Schwierigkeiten bringen.

Also tat Marie, was getan werden musste. Als Klaus sie schon am nächsten Tag, während ihre Eltern im Laden arbeiteten, erneut bedrängte, gab sie ihm schließlich doch nach.
Der Sex mit ihm glich eher einer Vergewaltigung als einvernehmlichen Sex und als Klaus danach befriedigt eingeschlafen war, musste sich Marie mehrmals übergeben, so widerwärtig war ihr der Sex mit ihm erschienen.

Zwei Wochen später waren das Haus und das Geschäft von Annas Großeltern verkauft und die Familie machte sich mit Sack und Pack auf den Weg nach Tschechien. Dort angekommen, erwies sich der gekaufte Bauernhof als gepflegtes Anwesen, das es ihnen erleichtern würde, sich dort einzuleben. Und vier Wochen später eröffnete Marie ihrem Verlobten, dass sie wohl ein Kind von ihm erwarten würde. Was ihn nicht allzu sehr erfreuen schien. Aber Klaus machte zunächst gute Miene zum bösen Spiel und gab vor, sich über das Kind zu freuen.

Wenige Wochen später wurde in der kleinen Dorfkirche des Nachbarortes wurde nun auch endlich die Hochzeit vollzogen und Marie und Klaus zu Mann und Frau erklärt. Was diesen veranlasste, sich in der Hochzeitsnacht zu betrinken und dann zu versuchen, erneut mit Marie zu schlafen. Was aber zu Maries Erleichterung wegen seiner Trunkenheit misslang.
Maries Eltern begannen damit, sich eine kleine Landwirtschaft aufzubauen. Ihr Vater kaufte sich einen Zuchthengst und eine Zuchtstute, um endlich seinem geliebten Hobby nachgehen zu können.

Und Marie: die gab vor, während der Schwangerschaft unter ständiger starker Übelkeit zu leiden, um sich somit vor dem ungeliebten Sex mit Klaus zu schützen. Und je dicker Maries Bauch wurde, desto mehr verlor er das Interesse an ihr und verbrachte die Zeit lieber mit einer jungen Witwe, deren Mann im ersten Weltkrieg an der Front gefallen war. Was Maries Eltern mit Unwollen wahrnahmen. Aber da sie wussten, dass Marie Klaus nicht mehr liebte und stattdessen dem wahren Vater ihres Kindes nachtrauerte, verkniffen sie sich diesbezügliche Kommentare Klaus gegenüber.

Schließlich kam der Tage, an dem bei Marie die Wehen einsetzten. Die Hebamme aus dem benachbarten Dorf wurde gerufen, Klaus ergriff vorsorglich die Flucht und so erblickte Anna schließlich an einem trüben Wintertage das Licht der Welt.

Anna erwies sich von Anfang an als pflegeleichtes Kind, so dass Marie dank der Unterstützung durch ihre Mutter das Kind fast allein großzog, während Klaus weiter in der Gegend herumhurte. Nur ab und zu, wenn er wieder einmal zu viel getrunken hatte, versuchte er erneut mit Marie zu schlafen. Die ihn aber meistens mit Hinweis auf die durch die Geburt Annas entstandenen Schmerzen zurückwies, bis er schließlich seine Bemühungen ganz einstellte und Marie nahezu in Ruhe lies.

So vergingen die Jahre. Großmutter Monika kümmerte sich zusammen mit Marie, die ihre Pläne für ein Medizinstudium inzwischen aufgegeben hatte, um die Landwirtschaft. Die Früchte ihrer Arbeit verkauften sie größtenteils für gutes Geld auf dem Markt der nahegelegenen Stadt, in den Wintermonaten häkelten und strickten sie für die Städter Pullover, Schals und Mützen und Annas Großvater hatte schon nach wenigen Monaten einen ersten Erfolg mit seiner Pferdezucht, so dass er diese im Laufe der Jahre weiter ausbauen konnte. Und immer noch dachte Marie an den Vater ihres Kindes und was aus ihnen hätte werden können, wenn sie zusammen hätten bleiben können…

Mit sieben Jahren kam Anna dann in die Schule. Dort bekam sie auch zum ersten Mal regelmäßigen Kontakt mit anderen Kindern. Denn in ihrer Nachbarschaft wohnte nur ein älterer Bauer, der ebenfalls aus Deutschland ausgewandert war. Dieser hatte zwei Söhne, die drei und vier Jahre älter waren als Anna. Und eine mit Anna etwa gleichaltrige Tochter namens Bertha, die sie ab und zu besuchen kam. Berthas Mutter war im Kindbett gestorben und so war ihr Vater anfangs froh, wenn er Bertha hin und wieder zu Marie und Anna bringen konnte, so dass die beiden Mädchen zusammenspielen konnten, während die Jungen schon früh zur Feldarbeit herangezogen wurden und auch öfters die Schule schwänzten.
In der Schule lernte Anna tschechisch lesen und schreiben, war eine gute Schülerin in Rechnen und da es auch ein paar russischstämmige Schüler gab, lernte sie so ganz nebenbei auch noch die russische Sprache. Und zuhause wurde in guter Tradition Deutsch gesprochen.

8 Jahre später beendete Anna dann im Alter von 15 Jahren ganz zum Stolze ihrer Mutter und ihrer Großeltern mit Bestnoten ihre Schulzeit und begann eine Lehre beim örtlichen Bäcker. Die sie drei Jahre später ebenfalls mit Bravour bestand.

Die Bäckersfamilie hätte sie nach ihrer Lehrzeit gerne bei sich angestellt, doch Anna zog es zurück zu ihrer Familie, zu ihrer Mutter und zu ihren Großeltern. Die waren inzwischen zwar auch gealtert, aber für Anna blieben sie immer die Menschen, die sie am meisten liebte. Und sie freute sich auch wieder auf die Arbeit auf dem Bauernhof. Und auf die Arbeit mit Großvaters Pferden. Denn sie hatte vor, eines Tages, wenn dieser sich zur Ruhe setzen würde, die Zucht zu übernehmen und fortzuführen. Umso mehr freute sie sich darüber, dass Großvater ihr zur erfolgreichen Beendigung ihrer Bäckerlehrer einen jungen, zweijährigen Rotfuchshengst schenkte, der ihr als Beginn einer erfolgreichen Pferdezucht dienen.
Was Anna allerdings missfiel: ihr Vater (denn Anna hatte nie erfahren, dass Klaus nicht ihr wahrer Vater war), war nun wieder fast täglich zuhause anzutreffen. Er war immer noch arbeitslos, trank den Obstschnaps, den ihr Großvater brannte. Und sie bemerkte, wie er immer öfters Blicke zuwarf, die sie nicht so richtig deuten konnte. Mit ihren nun 18 Jahren hatte sie – im Gegensatz zu ihren wenigen Freundinnen – noch immer keinen Freund. Und sie zeigte auch kein Interesse an Männern, obwohl die Söhne des alten Bauern, der in der Nachbarschaft lebte, ihr ständig hinterherpfiffen, wenn sie diesen über den Weg liefen.

Ich bemerkte, wie Anna immer müder wurde. Ihre Erzählung hatte sie ziemlich angestrengt und ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es inzwischen schon fast früher Morgen war. Höchste Zeit für mich, meine Schicht zu beenden und zu versuchen, wenigstens ein wenig Schlaf zu finden, bevor ich mich zu Dr. Stein begeben und ihm erzählen würde, was ich in der Nacht von Anna erfahren hatte.

Also verabschiedete ich mich herzlich von Anna, nicht ohne ihr das Versprechen abzunehmen, mir mehr von ihrer Geschichte zu erzählen. Dann schaute ich noch einmal nach Marie, löschte die Lampe und begab mich in den Schlafraum, wo mein Bett mich schon sehnsüchtig erwartete. Und ich sofort in einen tiefen und traumlosen Schlaf fiel.
Stunden später erwachte ich, als mich eine feste Hand an der Schulter rüttelte.

„Na junger Mann, wollen Sie nicht endlich Mittag essen und dann ihren Patientinnen auch endlich wieder etwas zu essen bringen?“ Ich erschrak, als ich Dr. Stein an spöttelnd meinem Bett stehen sah.

„Meine Güte! Ist es schon spät? Ich mache mich gleich auf den Weg zu Marie und Anna!“ stammelte ich vor mich hin.

„Keine Angst Hans, den beiden scheint es heute besser zu gehen und ich habe ihnen persönlich etwas zu Essen gebracht. Jetzt iss erst einmal selbst etwas, und dann kommst du zu mir in mein Büro. Ich bin gespannt, ob du etwas aus Anna herausbekommen hast.“ Und damit verschwand er aus dem Krankenzimmer.

Ich wusch mich schnell und rasierte mich, bevor ich im kleinen Speisesaal auftauchte, wo Karolina bis über beide Ohren grinsend schon mit dem Essen auf mich wartete. Neugierig begrüßte sie mich: „Na, Hans, mit wem hast du dir denn heute die Nacht um die Ohren geschlagen? So weit ich weiß, herrscht in Prag immer noch Ausgangssperre!“
Ich grinste zurück. „Aber Karolina, was denkst du denn, wo ich war? Aber ich soll dir ausrichten, dass dein Essen gut geschmeckt hat!“

„Siehst du, auf mich und meine Küche ist Verlass. Du kannst dir nachher wieder etwas abholen. Es wird den beiden sicher schmecken!“ Und ohne weitere Fragen verwand Karolina wieder in ihrer Küche.

Heute gab es zum Mittagessen einen leckeren Gemüseeintopf und hungrig, wie ich war, ließ ich mir einen zweiten Teller füllen und aß ihn auf, bevor ich mich zu Dr. stein auf den Weg machte.

Dieser schien mich schon erwartet zu haben, denn auf seinem Couchtisch standen bereits zwei gut gefüllte Gläser mit der Wohlbekannten braunen Flüssigkeit.
Dr. Stein reichte mir eines der Gläser und prostete mir zu.

„So, nun erzähl mal. Offenbar ist dir ja etwas gelungen, was ich nicht geschafft habe. Anna hat mir erzählt, dass du nicht nur die Verletzungen von ihr und von ihrer Mutter bestens versorgt hast. Sondern auch, dass du sie zweimal gefüttert hast, was den Frauen offenbar gutgetan hat!“

Dr. Stein nahm noch einen Schluck aus seinem Glas, bevor er fortfuhr.

„Ach ja, fast hätte ich etwas vergessen!“

Er zwinkerte mit beiden Augen. „Anna lässt fragen, ob der nette junge Mann heute wieder bei ihr vorbeischauen würde. Sie hätte ihm ja versprochen, noch etwas zu erzählen. Also Hans, was hat sie dir heute Nacht zugeflüstert? Liebesschwüre? Du bist ja ein richtiger Schwerenöter!“ lachte er mir ins Gesicht.

Ich wurde knallrot im Gesicht. „Nein, so ist es nicht! Ich habe nur versucht, etwas aus Anna über ihre Herkunft herauszubekommen, ganz so wie Sie es mir aufgetragen haben. Und tatsächlich konnte ich schon einiges erfahren!“

Zögernd begann ich, Dr. Stein die Geschichte zu erzählen, die ich in der letzten Nacht von Anna erfahren hatte.

Kaum hatte ich damit begonnen, von Maries Liebesgeschichte mit dem jungen Arzt zu sprechen, als Dr. Stein nervös sein Glas leertrank und sich gleich darauf noch einmal nachschenkte.

„Und? Hat sie auch erzählt, wer der Arzt war und in welchem Krankenhaus er Marie kennengelernt hatte?“

Mir kam Dr. Steins Frage merkwürdig vor. Aber Anna hatte keinen Namen erwähnt und so fuhr ich fort, ihm die Geschichte mit der plötzlich stattgefundenen Auswanderung nach Tschechien zu erzählen.

Je mehr ich davon erzählte, desto nervöser schien Dr. Stein zu werden. Und als ich dann Maries Hochzeit mit Klaus und dessen Verhalten nach der Hochzeit erwähnte, wurde er blass und murmelte etwas vor sich hin, das ich als „so ein Schwein“ interpretierte. Und wieder nahm er einen großen Schluck, dieses Mal direkt aus der Flasche.
Für einen Moment schien er mich völlig vergessen zu haben. Erst als ich von Annas weiterem Werdegang und ihren Erfolgen in der Schule und in der Bäckerlehre erzählte, färbten sich seine Wangen wieder rot und er füllte auch mein Glas noch einmal nach.

Während mir anfangs sein Verhalten völlig unverständlich vorgekommen war, kam mir plötzlich ein Gedanke. Was wäre, wenn Dr. Stein…? So abwegig erschien mir das plötzlich nicht mehr. Dr. Stein war offenbar nur wenige Jahre älter als Marie und ich wusste aus einem früheren Gespräch mit ihm, dass auch er einige Jahre in Berlin in einem Krankenhaus gearbeitet hatte. Wenn meine Vermutung stimmte, würde das auch sein Interesse an Marie erklären. Hatte er sie etwa wiedererkannt, als sie ins Klosterlazarett eingeliefert wurde?

Nun, fürs erste hatte ich Dr. Stein alles erzählt, was ich von Anna erfahren hatte. Womit Dr. Stein dann auch zufrieden war, nicht ohne mir aufzutragen, mehr über das Schicksal der beiden Frauen zu erfahren. Also verabschiedete ich mich von ihm und machte mich wieder auf den Weg in die Küche zu Karolina, die mich ebenfalls mit grinsendem Gesicht empfing.
„Na, bist du etwa schwanger, weil du ständig nach Essen fragst? Oder wandelst du auf Freiersfüßen?“
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Blue
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Re: Anna

Post by Blue »

So etwas macht man nicht!


Ich wusste nicht so recht, was ich antworten sollte. Offenbar war aufgefallen, dass ich mich so intensiv um die beiden Frauen in der Bibliothek des ehemaligen Abtes kümmerte. Und ich konnte nicht anders, ich errötete erneut über beide Wangen.

„Ach Hans, du musst nicht rot werden. Wir alle sind froh darüber, dass du dich praktisch Tag und Nacht, wenn du nicht gerade schläfst, um die beiden armen Dinger kümmerst. Du nimmst uns allen viel Arbeit ab, die sonst keiner machen willst. Und wie Dr. Stein mir vorhin nach seiner Visite erzählt hat, scheint es ja zumindest der jungen Lady schon etwas besser zu gehen. Ich habe dir deshalb etwas Besonderes für die beiden in die Wärmebehälter gegeben. Leberklößchensuppe! Die kräftige Brühe wird ihnen helfen, hoffentlich bald wieder auf die Beine zu kommen. Und für das Abendessen habe ich auch schon etwas im Kopf, was ich den beiden zubereiten werde.

Karolina war wirklich die gute Seele des Klosterlazaretts. Und ich konnte nicht anders, ich musste sie einfach in meine Arme nehmen und ihr einen dicken Kuss auf die Wange geben!

„Nana, nicht so stürmisch, junger Mann. Ich bin glücklich verheiratet und eine Affaire mit dir würde bestimmt auffallen!“

Dieses Mal war ich es, der laut auflachte. Karolina war eine Seele von Mensch und niemand hier konnte ihr böse sein. Also nahm ich wieder die beiden Warmhaltebehälter, die sie bereitgestellt hatte und machte mich auf den Weg zur Abtsbibliothek.

Als ich dort ankam, wartete eine freudige Überraschung auf mich. Zum ersten Mal lag Marie im Bett, ohne dass ihre Augen zuckten oder sie Unverständliches vor sich hinmurmelte. Und auch Anna saß nicht auf ihrem Bett und wippte mit dem Oberkörper hin und her. Nein, irgendjemand, wahrscheinlich Dr. Stein, hatte das Rückenteil ihres Bettes aufgerichtet und so saß Anna ruhig im Bett und richtete sichtlich erfreut ihre Augen auf mich, so als ob sie mich schon erwartet hätte.

Was für ein Erstaunen für mich! Ich ging direkt auf Anna zu und drückte sie vorsichtig an mich.

„Anna! Wie schön, dich so zu sehen. Offenbar geht es dir ein wenig besser. Das freut mich!

„Ja Hans, die Medikamente, die Dr. Stein mir verordnet hat, scheinen ihre Wirkung zu tun. Auch meiner Mutter geht es offenbar ein wenig besser. Aber insbesondere deine Pflege scheint uns beiden gut zu tun!“ Und als Anna mir dann dankbar die Hand drückte, wurde ich erneut rot. Was war das nur für ein Tag? So kannte ich mich gar nicht.
„Nichts zu danken, liebe Anna, das ist doch etwas Selbstverständliches. Aber ich würde mich gerne erst einmal um deine Mutter kümmern, bevor ich dann deine Wunden versorge und dir dein Essen geben. Und nicht vergessen: du musst mir dann weiter von eurer Leben- und Leidensgeschichte erzählen!“

Anna nickte zustimmend und so machte ich mich zuerst auf den Weg zu ihrer Mutter. Die schien erstmals, seit Dr. Stein mit mir bei ihr gewesen war, aus ihrem Halbkoma erwacht und stattdessen in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein.

Da es heller Tag war und Dr. Stein die Vorhänge wieder aufgezogen hatte, konnte ich nun auch Marie näher und in aller Ruhe betrachten. Sie lag auf der Seite und drehte mir den Rücken zu. Was es mir erleichterte, ihr wieder das Nachthemd zu öffnen und sie dort mit warmem Wasser zu waschen.
Nachdem ich sie dort vorsichtig abgetrocknet hatte, schaue ich mir ihre Verletzungen am Rücken genauer an. Bis auf den Striemen, der wohl von einem Peitschenhieb oder von einem Gürtel stammte, begannen die Verletzungen langsam, aber sicher abzuheilen. Keine der Wunden blutete oder nässte mehr, so dass es genügte, an der einen oder anderen Stelle etwas Wundsalbe aufzutragen. Nur die Inschrift „SS-Huren müssen sterben“, die so stümperhaft ausgeführt worden war, nässte auch noch ziemlich.

Dann wandte ich mich dem Verband an ihrem Po zu. Auch dieser sah heute deutlich besser aus. Und als ich ihn vorsichtig löste, konnte ich feststellen, dass weder Blut noch Eiter aus dem auch nur noch leicht geöffneten Anus heraussickerten.

Aber erneut war es der Anblick dieser hellen Rundungen, der meine Gedanken in eine andere Richtung lenkten. In eine Richtung, die eigentlich falsch war.

Ich drehte mich nach Anna um. Die hatte sich zwischenzeitlich mit dem Gesicht zur Wand gedreht und hatte offenbar die Augen geschlossen, so dass sie nicht mitzubekommen schien, dass ich die Rückseite ihrer Mutter ausgiebig musterte.

Auch wenn man Marie ansah, dass sie in den letzten Tagen und vielleicht sogar Wochen nicht viel zu essen bekommen hatte, war ich äußerst angetan von dem, was ich sah. Ich hatte aufgrund der Erzählung von Anna ausgerechnet, dass sie etwa 42 Jahre alt sein musste. Und dafür sah sie wirklich sehr attraktiv aus!
Ich drehte mich noch einmal nach Anna um, aber diese schien inzwischen auch in einen tiefen Schlaf verfallen zu sein. Sollte ich es tatsächlich wagen, Marie zu berühren?
Ich zögerte noch einen kurzen Moment. Dann fuhr ich mit den Fingerspitzen über Maries Körper. Ich begann an ihrem nahezu kahl geschorenen Schädel an. Auch dort fingen die Wunden an, gut zu verheilen, auch wenn sie nach wie vor einen grässlichen Anblick boten.

Dann ließ ich meine Finger über ihren Hals hinweg langsam über ihre Wirbelsäule entlang den Schultern hinweg hinunter zu ihrem wohlgeformten Po gleiten. Dort legte ich beide Handflächen auf ihre Pobacken, die sich warm und weich anfühlten, bevor ich mit ihnen über die Rückseite ihrer Oberschenkel hinab bis zu ihren Knöcheln und dann wieder hoch zu ihrem Po strich.

Marie regte sich bei all diesen Berührungen nicht, so dass ich mutiger wurde und mit dem Zeigefinger meiner rechten Hand langsam von oben nach unten durch ihre Pospalte fuhr. Meine Erregung nahm von Minute zu Minute zu und mein Schwanz pochte immer mehr in meiner Hose und wurde härter und härter.

Sollte ich meinen Finger wieder mit Wundsalbe bestreichen und in ihren Anus schieben? So hätte ich wenigstens eine Ausrede, wenn jemand überraschend in das Zimmer käme. Aber wer sollte schon hierherkommen? Dr. Stein hatte mir vorhin erzählt, dass er den ganzen Nachmittag mit mehreren Operationen beschäftigt sei. Und vom restlichen Personal würde eh niemand kommen, nachdem sich herumgesprochen hatte, dass ich mich um die beiden verletzten Frauen kümmerte. Also was sollte schon groß passieren?

Vorsichtig ließ ich meinen Finger noch einmal um Maries Anus gleiten, schob die Spitze ein klein wenig hinein. Was dazu führte, dass mein Schwanz in meiner Hose zu platzen schien. Und vor lauter Aufregung kurz davorstand, in der Hose abzuspritzen. Was dazu führte, dass mir eine noch schlimmere Idee kam.

Noch einmal vergewisserte ich mich, dass Anna und Marie weiter tief schliefen. Dann ging ich zur Türe der Bibliothek und verschloss diese mit dem darin steckenden Schlüssel, bevor ich zurück zu Maries Bett eilte. Dort öffnete ich den Reißverschluss meiner Hose, zog meinen harten Schwanz heraus, führte ihn an Maries Poloch und begann ihn an ihm zu reiben. Und so erregt wie ich war, spürte ich schon bald, wie mein Saft in meinem Schwanz hochstieg. Schnell streichelte ich ihn noch ein paarmal, bis ich es nicht mehr länger aushalten konnte. Ich drückte meine Eichel fester gegen Maries Arschloch, ohne aber dort in sie einzudringen. Stattdessen spritze ich meinen Saft direkt auf das noch immer leicht geöffnete Loch, wobei ich bei meiner Erleichterung leise aufstöhnte.

Nachdem ich auch den letzten Tropfen meines Spermas auf Maries Anus abgespritzt hatte, wusch ich zunächst Maries Po und dann meinen Schwanz sauber und verwischte so sämtliche Spuren meines schändlichen Tuns, bevor ich meinen Schwanz wieder in die Hose zwängte und dann die Zimmertüre aufschloss. Wobei ich mir einzureden versuchte, dass das eben ja keine wirkliche Vergewaltigung gewesen wäre, sondern nur meine eigene Selbstbefriedigung. Obwohl ich genau wusste, dass das nicht stimmte. Es war deutlich mehr als nur das gewesen!

Anschließend legte ich wieder einen leichten Verband auf Maries Po, drehte sie sanft zurück auf den Rücken und wusch und versorgte sie auch auf der Vorderseite. Wobei ich mich auch wieder fragte, auf welche Weise man ihr dort so schreckliche Verletzungen zugefügt hatte. Die Verletzungen an ihren Brüsten, wo man ihr die Brustwarzen abgesäbelt hatten, sahen nach wie vor schlimm aus. Ich säuberte diese und trug dort neue Verbände auf.

Auch ihre Vagina blutete noch immer leicht. Als ich ihre Schamlippen ansah und vorsichtig auseinanderzog, bemerkte ich erstmals, dass diese zackige Risse aufwiesen. Woher diese kamen, konnte ich mir aber nicht erklären. Noch nicht…

Nachdem ich diese Wunden und auch ihre Verletzungen an den Oberschenkeln und Schienbeinen versorgt hatte, schloss ich wieder Maries Nachthemd und ließ sie weiterschlafen. Dann holte ich frisches warmes Wasser, um mich nun um Anna zu kümmern.

Als ich ins Zimmer zurückkam, war Anna gerade dabei, wieder aufzuwachen. Erfreut drückte ich ihr beide Hände, wobei ich feststellte, dass erneut ich es war, der dabei errötete. Was für ein Tag!

Als erstes gab ich Anna von der köstlich duftenden Leberklößchensuppe zu essen. Und siehe da: heute konnte Anna sogar selbst den Löffel halten und hungrig verschlang sie eine große Portion von Karolinas gutem Essen.

Marie würde ich später füttern. Vielleicht erwischte ich dabei sogar einen Moment, wo sie aus ihrem tiefen Schlaf erwachen würde.

Dann erklärte ich Anna, dass ich auch sie wieder waschen und anschließend auch ihre Wunden versorgen würde.

Beim Rücken ging das alles noch recht einfach. Aber als ich ihr das Nachthemd weiter herunterziehen wollte, um auch ihren Po und die Beine zu säubern, zögerte Anna. Offenbar war es ihr peinlich, dass ich sie so fast nackt sehen würde. Erst als ich ihr erklärte, dass ich sie doch in den letzten Tagen und Nächten schon mehrfach gewaschen und sie dabei nackt gesehen hätte, ließ sie zögernd zu, dass ich erst ihren Rücken und dann auch ihre Vorderseite vorsichtig wusch. Nachdem ich dann auch noch ihre Verletzungen versorgt hatte, schloss ich ihr Nachthemd wieder ordnungsgemäß. Nicht ohne vorher noch einmal einen Blick auf ihre schönen festen Brüste geworfen zu haben. Was dazu führte, dass ich erneut steif wurde, obwohl ich ja erst kurz zuvor auf Maries Anus abgespritzt hatte…

Kaum war ich damit fertig, sie zu versorgen, kroch sie schnell wieder unter ihre Bettdecke. So als ob sie sich dafür schämte, dass ich ihren Körper schon mehrmals nackt gesehen hatte.

Nachdem ich eine Weile schweigend neben ihrem Bett gesessen und eine ihrer Hände gehalten hatte, erinnerte ich sie daran, dass sie mir versprochen hatte, mehr zu ihrer Geschichte zu erzählen. Und tatsächlich, nach einer kurzen Pause fing Anna an, dort fortzufahren, wo sie in er letzten Nacht aufgehört hatte.
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Blue
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Re: Anna

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Happy Birthday?!


„Je älter ich wurde, desto öfters bemerkte ich, wie Klaus mich mit Augen betrachtete, mit denen kein Vater seine Tochter mustern sollte. Was mir irgendwie Angst machte. Aber ich traute mich auch nicht, mich meiner Mutter oder gar meiner Großmutter anzuvertrauen.

Auch die beiden Söhne unseres Nachbarn fingen an, mir ganz öffentlich nachzustellen. Und selbst Berthas Verhalten mir gegenüber wurde im Laufe der Jahre immer seltsamer. Waren wir früher dicke Freundinnen gewesen, schien sie mich nun eher zu missachten. Nun, wir hatten uns in letzter Zeit recht wenig gesehen, aber eine echte Erklärung für ihr Verhalten hatte ich nicht.

Ich half jedenfalls sowohl bei der Feldarbeit als auch bei Großvater Pferdezucht mit. Und kümmerte mich in jeder freien Minute um den Rotfuchs, den Großvater mir nach Beendigung der Bäckerlehre geschenkt hatte. Ich nannte ihn einfach „Roter“ und inzwischen hatte er sich so prächtig entwickelt, dass ich problemlos längere Strecken auf ihm Reiten konnte und begonnen hatte, ihn zu erziehen. Er hatte auch schon erfolgreich mehrere Deckungsversuche auf Großvaters Stuten absolviert, so dass sich hoffentlich bald gesunder Nachwuchs einstellen würde.“

Anna trank einen ordentlichen Schluck Tee, was ich ebenfalls als gutes Zeichen ansah. Dann fuhr sie mit ihrer Geschichte fort.

„Mein 21. Geburtstag und damit meine Volljährigkeit rückte näher und näher. Und immer mehr machte ich mir Gedanken darum, was ich dann machen sollte. So ganz hatte ich die Überlegungen zu einem Medizinstudium, nun allerdings in Prag, noch nicht aufgegeben, da ich inzwischen leidlich gut tschechisch sprach, um den Vorlesungen folgen zu können. Und auch Großvater machte in letzter Zeit immer wieder Andeutung, aus denen ich schließen konnte, dass er ähnliche Gedanken hatte.“
Anna gönnte sich wieder eine kleine Pause, in der ich ihre Hand festhielt, bevor sie von neuem ansetzte.

„Ich war am 1. Mai 1924 zur Welt gekommen. Also würde meine Geburtsfeier dieses Jahr an einem Dienstag stattfinden. Wir hatten beschlossen, diesen Tag nur im engsten Familienkreis zu feiern, da wir eh kaum Kontakt zu den Nachbarsfamilien hatten. Und auch mein Vater war wieder einmal abgetaucht. Was ich nicht schade fand. Doch ich hatte mich zu früh gefreut. Einen Tag vor meinem Geburtstag tauchte er – wieder fast volltrunken – erneut bei uns auf, um – wie er hämisch lachend ausspie– zusammen mit uns meinen 21. Geburtstag zu feiern.

Sein Gesichtsausdruck und seine Stimme hätten mich warnen müssen. Denn in den letzten Jahren hatte er sich nie um meinen Geburtstag gekümmert und eigentlich hatte ich ja gehofft, dass es auch dieses Mal so bleiben würde. Doch leider hatte ich mich getäuscht. Wie sehr, sollte ich am nächsten Tag erfahren.“
Annas Augen füllten sich mit Tränen und ich begann ihre beiden Hände festzuhalten und zu drücken, bis sie sich wieder beruhigt zu haben schien.

„Nun, der nächste Tag kam und damit begann sich die Welt für mich zu ändern. Am Morgen war die Welt noch in Ordnung. Die Sonne schien vom blauen Himmel und mit Ausnahme meines Vaters, der seinen Rausch ausschlief, gratulierten mir alle zum Geburtstag. Großvater hatte mir als Geschenk eine seiner erfolgreichsten Zuchtstuten für mich mitgebracht, damit ich nun auch selbstständig Pferde züchten könnte. Und damit begann meine Überlegung, ein Medizinstudium in Prag zu beginnen, ins Wanken. Mit kamen die Tränen und ich umarmte meine Familie ganz herzlich. Und Großvater drücke ich einen so dicken Kuss auf seine bärtigen Wangen, dass es ihm ebenfalls die Tränen in die Augen trieb.
Wir hatten vereinbart, dass wir die eigentliche Geburtstagsfeier am Abend halten würden. Mama und Großmutter hatten versprochen, ein Essen vorzubereiten, das dem Anlass gerecht werden würde. Und so ließ ich die beiden in der Küche arbeiten, während ich mich zusammen mit dem Roten um meine neue Stute kümmerte.

Um 18.00 Uhr war es dann so weit. Ich hatte mein schönstes Kleid angezogen, Großmutter und Mama hatten – ebenfalls elegant gekleidet - den großen Tisch im Wohnzimmer feierlich geschmückt und begannen damit, das Essen aufzutragen.

Zur Vorspeise gab es eine leckere Spargelcremesuppe, hergestellt aus frischem eigenem Spargel aus Großmutters besonderer Ecke im Gemüsegarten. Dass mein Vater zu diesem Zeitpunkt noch fehlte, schien niemanden zu stören, denn schnell kam eine fröhliche Gesprächsrunde in Gang. Die abrupt endete, als mein Vater unverhofft ins Wohnzimmer eintrat. Genau in dem Moment, in dem das Hauptgericht, Hirschbraten mit Kartoffelklößen und Rotkohl, aufgetragen wurde.

„Na, da komme ich ja genau richtig.“ Er fläzte sich auf den letzten freien Stuhl, nahm sein Trinkglas und füllte es mit dem Rotwein, den Großvater zum Hauptgang ausgesucht hatte. Offenbar hatte er aber auch vorher schon etwas getrunken, denn seine Stimme klang leicht beschlagen.
Und nachdem das Essen aufgetragen war, machte er sich auch gleich als erster über die mit den Speisen gefüllten Schüsseln her, ohne abzuwarten, bis sich alle anderen Anwesenden ebenfalls an die Tafel gesetzt hatten.

Vater schaufelte das Essen in sich hinein, als ob er seit Tagen nichts mehr gegessen hätte. Was wahrscheinlich auch der Fall war. Und da die Gespräche am Tisch inzwischen verstummt waren, gab er einige seiner unflätigen Witze zum Besten und lachte als einziger darüber, was ihn aber nicht zu stören schien.

Nachdem der Hauptgang dann abgetragen war und der Nachtisch, frische Erdbeeren mit Sahne, aufgetragen war, war es ebenfalls mein Vater, der sich eine große Portion in seine Nachtischschüssel tat und sofort anfing, sich darüber herzumachen.

Ich sah, wie alle Anwesenden gute Miene zum bösen Spiel machten, auch wenn es nach wie vor still am Tisch war. Mein Vater hatte mit seinem Erscheinen die gute Stimmung, die vorher geherrscht hatte, völlig zunichte gemacht.
Als er fertig mit der Nachspeise war, rülpste er mehrmals laut auf und forderte mich auf, in den Keller zu gehen und eine Flasche von Großvater bestem Obstschnaps zu holen. Denn schließlich sei heute ja ein besonderer Tag. Anna (er sprach von mir nicht als seiner Tochter, was er eigentlich schon seit einiger Zeit tat, was mir aber nie so recht aufgefallen war) sei nun endlich volljährig und das müsste entsprechend gefeiert werden.

Großvater stand mit vor Wut erzürntem Gesicht auf und wollte etwas erwidern. Aber Großmutter legte eine Hand auf seine ihr am nächsten gelegene Hand, drückte sie fest, schaute ihm in die Augen und schüttelte den Kopf. Offenbar befürchtete sie eine weitere Eskalation.
Großvater zögerte einen Moment, bevor er mir auftrug, eine dieser Schnapsflaschen zu holen. Dann setzte er sich wieder hin, wobei man ihm anmerkte, dass er nur schwer die Fassung behalten konnte.

Ich tat, was mir aufgetragen worden war. Ich ging in den Keller und holte eine Flasche Schnaps. Allerdings nicht von der besten Sorte. Denn für diesen Trunkenbold tat es auch eine Flasche minderer Qualität. Er würde die Flasche wahrscheinlich eh alleine austrinken und es nicht bemerken.

Als ich aus dem Keller zurückkam, trat ich neben ihm an den Tisch und stellte die Flasche vor ihn hin. Und dann geschah, womit niemand gerechnet hatte, ich am wenigsten.“

Annas Augen füllten sich wieder mit Tränen und ich drängte sie nicht dazu, weiter zu erzählen.

Etwa zur gleichen Zeit war Marie, Annas Mutter, offenbar aus ihrem Tiefschlaf erwachte und hatte sich zu uns umgedreht.
Ich nutzte die Verschnaufpause, ging zu ihr, stellte mich als ihr Pfleger vor, der sich seit ein paar Tagen und Nächten um sie und ihre Tochter kümmern würde.
Ich weiß nicht, ob sie tatsächlich verstanden hatte, was ich ihr gesagt hatte. Jedenfalls stand ich auf, griff nach dem zweiten Essgeschirr und einem Löffel und erklärte ihr, dass ich versuchen würde, ihr etwas Brühe und vielleicht auch das eine oder andere Leberklößchen einzuflößen. Deshalb setzte ich sie mit Hilfe der Polster wieder in eine aufrechte Lage, damit sie sich nicht verschlucken würde, wenn ich versuchte, ihr die Suppe einzuflößen.

Als ich dann den ersten Löffel mit der Fleischbrühe an ihren Mund hielt, dauerte es einen Moment, bevor sie diesen öffnete. Und tatsächlich ließ sie sich die Suppe in den Mund schieben und trank diese.
Nachdem ich ihr so drei oder vier Löffel Suppe eingeflößt hatte, zerkleinerte ich ein Leberklößchen und mischte ein Stückchen dem nächsten Löffel bei. Und tatsächlich, auch Marie schluckte das Stückchen zusammen mit der Brühe wieder hinunter.

Um ihren ausgehungerten Magen nicht zu überfordern, hörte ich dann allerdings schnell wieder damit auf, sie weiter zu füttern, sondern entfernte die Kissen, legte sie zurück aufs Bett. Und erneuerte die Infusion mit Traubenzuckerlösung, die Dr. Stein als Infusion für sie bereitgelegt hatte.

Kaum lag Marie wieder auf dem Bett, fiel sie sofort wieder in einen tiefen Schlaf, den ihr Körper auch dringend nötig hatte.

Anna hatte mich offenbar die ganze Zeit über beobachtet und als ich zurück an ihr Bett ging, mich an ihre Seite setze und dabei wieder eine ihrer Hände drückte, bedankte sie sich nochmals ausdrücklich für das, was ich für sie und ihre Mutter tat. Und dann fing sie – ohne, dass ich nachzufragen brauchte – fort mit ihrer Geschichte. Wobei ihre Worte nur zögernd aus ihrem Munde kamen und aus ihren Augen immer wieder eine Träne floss.

„Ich stellte also die Flasche auf den Tisch und wollte mich gerade abwenden, als Klaus – ab jetzt werde ich ihn nie wieder als Vater bezeichnen – mich an den Hüften ergriff und auf seinen Schoß zog.“

„Wohin denn so schnell, mein Täubchen. Du musst doch noch mein Geburtstagsgeschenk von mir bekommen!“

Anna fuhr fort: „Wir anderen sahen uns erstaunt an, denn er hatte doch gar nichts in der Hand gehabt, als er das Wohnzimmer zum Essen betreten hatte. Was für eine Überraschung hatte er denn für mich bereit?
Wir sollten es gleich merken!“

Wieder stockte Anna und ich gab ihr die Zeit, die sie brauchte, um fortzufahren.

„Während Klaus mich mit einer Hand an der Hüfte gepackt hielt und mich fest auf seinen Schoß drückte, presste er nun plötzlich die andere Hand auf eine meiner Brüste!

Das ging mir dann doch zu weit und ich wollte seine Hand wegschieben und ihn fragte ihn, was das eigentlich solle. Schließlich sei ich seine Tochter, alles andere solle er lieber mit seiner Geliebten machen.

Klaus lachte laut auf, während er mir antwortete: „Meine Tochter? Dann frag doch einmal deine Mutter, wer dein wirklicher Vater ist!“ Und zu Marie und meinen Großeltern gewandt fuhr er fort: „Glaubt ihr wirklich, ich hätte nicht schon längst gemerkt, dass ihr mir ein Kuckuckskind untergeschoben habt? Die schnelle Abreise aus Berlin hatte mich schon stutzig gemacht, aber da sie mir damals sehr gelegen kam, habe ich nicht weiter nachgefragt. Als dann einige Monate später Anna zur Welt kam und ihr mir vorgemacht habt, sie sei eine Frühgeburt, wurde ich stutzig. Denn für eine Frühgeburt warst du viel zu groß und schwer und auch körperlich zu weit entwickelt, als ich das glauben konnte!“

Ich sah, wie meine Mutter und meine Großeltern blass in ihren Gesichtern wurden und Mama sich an ihrem Stuhl festhielt. Was war das für eine Geschichte mit einer übereilten Abreise aus Berlin? Und wieso hatte man Klaus vorgegaukelt, dass ich eine Frühgeburt gewesen sein soll? Fragen über Fragen, die ich nicht selbst beantworten konnte. Also schaute ich Mama ins Gesicht, die schwer schluckte, aber offenbar nicht antworten konnte.

Stattdessen fuhr Klaus mit seinen Ausführungen fort, wobei die Hand, die mich die ganze Zeit an den Hüften festgehalten hatte, nun hin zu meinen Oberschenkeln rutschte und dort auf und ab fuhr, während die zweite Hand unter das Oberteil meines Kleides fuhr, dort den zarten BH, den ich aus Anlass der Feier trug, ertastete und diesen beiseite zerrte, um seine Hand nun direkt auf meine zarte Brust zu legen.

„Nun Marie, hast du nichts zu sagen? Hast du die ganze Zeit in Berlin herumgehurt und mir nur vorgegaukelt, mich zu lieben? Deshalb wohl auch deine Zurückhaltung in der Zeit kurz vor der Abreise! Und dann später nach der Geburt von Anna. Oder stimmt das etwa nicht?“

Mutter setzte zu einer Erwiderung an, doch Klaus herrschte sie an und brachte sie zum Schweigen, noch bevor sie angefangen hatte.
„Wie du vielleicht bemerkt hast, liebe Anna, habe ich dich seit einiger Zeit mit anderen Blicken betrachtet. Ich habe gesehen, wie sich deine Brüste langsam, aber sicher fortentwickelten. Und dein Po wunderschöne Rundungen bekam. Und jedes Mal, wenn ich dich betrachtet habe, wuchs in mir mein Verlangen nach dir. Da ich ja nicht dein leiblicher Vater war, war diese Sache also kein Problem. Dich zu berühren oder gar zu ficken, würde mir also nicht den Vorwurf der Inzucht einbringen. Aber da war noch eine andere Sache: du warst noch nicht volljährig und Sex mit Minderjährigen wird auch hier in Tschechien mit mehreren Jahren Gefängnis bestraft. Und die Gefängnisse hier sind bei weitem nicht so komfortabel wie in Deutschland!“

Klaus verstummte kurz, aber nur, um sich zwei Glas Schnaps einzuschenken und diesen hinunterzuschütten, als ob der nur Wasser wäre. Gleichzeitig schob er mein Kleid mit der Hand, die sich bisher auf meinem Oberschenkel befunden hatte, weiter hoch, bis das Weiß des spitzenbesetzen Slips, den ich vorhin beim Umziehen angezogen hatte, zum Vorschein kam. Und sofort wanderte seine Hand vom Oberschenkel dorthin und legte sie genau zwischen meine Beine. Dann fuhr er fort, wobei er sich vorher nochmals einen Schnaps eingeschenkt und ausgetrunken hatte. Seine Stimme klang inzwischen verzerrt und hasserfüllt.

„Nun, ab heute bist du volljährig und da du auch nicht meine eigene Tochter bist, kann ich endlich tun, was ich seit Jahren wollte: dich ficken! Und zwar ich alle Löcher. Und ihr anderen drei werdet dabei zuschauen und euch nicht rühren. Denn was sonst passiert…!“ Mit diesen Worten schob er mich von seinem Schoß, so dass ich vor ihm stand, erhob sich ebenfalls und riss mir das Vorderteil meines Kleides auf, so dass sein Blick auf meine im Laufe der Jahre immer voller gewordenen Brüste fiel.“

Wieder flossen die Tränen aus Annas Augen und nun glaubte ich langsam zu verstehen, was ihr und ihrer Mutter widerfahren war. Aber dass nur ein Mann diese Verletzungen an beiden Frauen hervorgerufen haben sollte, konnte ich nicht glauben. Zumal Dr. Stein von mindestens zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattgefundenen Vergewaltigungen gesprochen hatte, was ich ja dann selbst mit eigenen Augen beim Wechseln der Verbände bemerkt hatte. Und was war mit Annas Großeltern passiert?

„Wenn es zu viel wird für dich, liebe Anna, dann hören wir erst einmal auf. Wir können ja vielleicht in der Nachtschicht weiterreden?"
Doch Anna schüttelte den Kopf und redete weiter: „Als Klaus so vor mir stand, erschien er mir sehr bedrohlich. Und ich wusste, dass er, wenn er angetrunken war, sehr aggressiv werden konnte. Also beschränkte ich mich darauf, meine Hände vor meine Brüste zu halten. Das schöne Kleid, das ich extra zu der Feier angezogen hatte, war bis zu den Knöcheln hinuntergerutscht und bis auf den Slip, den halb zerrissenen BH und meine Schuhe hatte ich nichts mehr am Leibe. Aber selbst das war Klaus, dem Manne, den ich bislang immer für meinen Vater gehalten hatte, noch zu viel. Mit einem Ruck riss er mir erst den ohnehin schon angerissenen BH und dann auch noch den Slip vom Leib. Dann ging er langsam um mich herum, musterte mich von Kopf bis Fuß und betatschte mich überall. Schließlich blieb er vor mir stehen und forderte mich auf, die Beine für ihn zu spreizen. Was ich aus Angst vor ihm dann auch tat.

Klaus stellte sich seitlich von mir hin, öffnete seine Hose und den Reißverschluss, aus dem ein völlig erigierter Penis aus einem dichten Haargebüsch hervorquoll. Und sofort fuhr eine seiner dicken Pranken zwischen meine Beine und zwei von seinen aufgequollenen Wurstfingern, versuchten dort, wo mich noch nie ein Mann berührt hatte, einzudringen.

Genau in diesem Moment ertönte ein Geräusch, das Klaus innehalten ließ. Es war das Klicken von Spannhähnen einer doppelläufigen Schrotflinte, die meinem Großvater gehörte. Dieser hatte sich von Klaus unbemerkt zu seinem Waffenschrank geschlichen, dessen immer gut geölte Türe geöffnet und seine Waffe aus dem Schrank geholt. Und schob die beiden Läufe gerade zwischen Klaus Beine hindurch, bis diese an dessen Hoden anstießen.

„Noch eine falsche Bewegung oder einen falschen Ton und ich schieße dir deine Eier für immer weg!“ Großvaters Gesicht war rot und wutentbrannt und jeder ihm Raume konnte sehen, dass es ihm Ernst mit seinen Worten war.“

Wieder stockte Annas Stimme und sie nahm erneut einen großen Schluck Tee, bevor sie fortfuhr:

„Du setzt dich jetzt auf diesen Stuhl, Klaus, und Marie, du holst ein paar feste Kälberstrick aus dem Stall!“ Während Mama eilends davonlief, drücke Großvater Klaus grob auf den vor ihm stehenden Stuhl. Und als Marie mit mehreren Stricken zurückkam, forderte er sie auf, Klaus mit diesen gut an den Stuhlbeinen und der Rückenlehne festzubinden. Was Mama auch sofort tat.

„Und du Kindchen, gehst nach oben, ziehst dich um und anschließend erklären wir dir alles. Und überlegen, was wir mit Klaus anfangen werden.

Schnell lief ich nach oben in mein Zimmer, um mir neue Kleidung zu besorgen und überzustreifen. Auch wenn ich noch unter Schock stand, war ich doch begierig darauf zu erfahren, was es mit der Geschichte, die Klaus angefangen hatte zu erzählen, auf sich hatte.“

Als ich schließlich wieder nach unten ins Wohnzimmer ging, hatte ich mich wieder einigermaßen beruhigt. Nachdem der Vorfall dank Großvaters beherztem eingreifen halbwegs glimpflich ausgegangen war, war ich nun begierig darauf, zu erfahren, was es mit Klaus Behauptungen auf sich hatte.

Im Wohnzimmer fand ich Klaus fest auf seinem Stuhl verschnürt in einer Ecke des Raumes stehen. Offenbar war Großvater nicht gerade fürsorglich mit ihm umgegangen, als er ihn dort festgebunden hatte. Er blutete aus seiner Nase und sein rechtes Auge fing an, zuzuschwellen und blau zu werden.

„Der hat fürs Erste genug. Was wir mit ihm machen werden, beraten wir später. Aber erst einmal hast du das Recht, zu erfahren, was wahr an seinen Behauptungen ist.“, wandte er sich mir zu.

Da Mutter weinend am Tisch saß und offenbar keinen Ton hervorbrachte, übernahm Großmutter diese Aufgabe. Mit ruhiger Stimme erzählte sie mir alles von Anfang. Wie Marie als ihre eigene Tochter bei ihnen aufgewachsen war, sich mit Klaus verlobt hatte, dann plötzlich eine schlimme Blinddarmentzündung erlitt. Und dann im Krankenhaus einen jungen Arzt, dessen Namen nicht einmal Großmama bis heute wusste, kennen und lieben gelernt hatte. Und dann von ihm schwanger wurde, nicht mehr weiterwusste und schließlich alles ihrer eigenen Mutter gebeichtet hatte.

Großvater übernahm dann die Rolle, zu erzählen, wie sie in einer Nacht- und Nebel Aktion hierher nach Tschechien ausgewandert waren. Wie ich auf dem Bauernhof großgezogen wurde, schließlich in die Schule kam.
Den Rest der Geschichte wusste ich aus eigener Erfahrung.

„Und Klaus hat die ganze Zeit darüber geschwiegen, dass er wusste, dass er nicht mein richtiger Vater war?“ ich konnte es kaum glauben. Doch nun war es Mama, die nickte. „Ich habe immer geahnt, dass er etwas vermutete. Doch da er dich und mich bis heute in Ruhe gelassen hatte, habe ich geglaubt, er habe sich inzwischen damit abgefunden.“

Jetzt war ich es, die sich auf einen Stuhl setzte und sich einen großen Schnaps einschenkte, obwohl ich normalerweise keinen Alkohol trinke.

„Das ist tatsächlich meine Geschichte?“ Ich schaute ungläubig in die verheulten Augen meiner Mutter und in die Gesichter der Großeltern. Die nickten nur und schwiegen. Während Klaus schon wieder sein großes Maul aufmachte und anfing zu lästern:
„Ja, schau sie dir nur an: Deine Großeltern sind Betrüger, möglicherweise sogar Juden, deine Mutter eine Hure, die sich in Berlin durch die Better fremder Männer durchgeschlafen und mir dabei vorgespielt hat, dass sie meine treue Verlobte sei, Aber zum Glück habe ich das alles ja noch rechtzeitig herausbekommen. Und meine größte Rache ist es, dies dir heute an deinem 21. Geburtstag zu servieren!"
Klaus rüttelte und zerrte an seinen Fesseln und stieß die schlimmsten Flüche, die ich je von ihm gehört hatte, aus. Aber die Fesseln hielten und Großvater gab ihm einen derart heftigen Schlag mitten ins Gesicht, dass Klaus mitsamt dem Stuhl nach hinten umfiel, wo er eine Weile stumm liegenblieb.

„Was machen wir denn nun mit ihm? Hierbleiben kann er auf keinen Fall!“ fragte Großmama in die Runde. Ich sah, wie Mama erblasste, als Großvater mit rauer Stimme antwortete: „Nein, hierbleiben kann er auf keinen Fall. Er muss weg, und zwar für immer!“

Mama stand kurz davor, sich zu übergeben? Und ich? Ich überlegte an aller Ruhe und Besonnenheit. Nein, hierblieben konnte Klaus auf keinen Fall. Das würde nur weiteren Ärger geben. Wegschicken ging auch nicht, da wir damit rechnen mussten, dass der die Geschichte überall erzählen würde. Und eines Tages wieder in der Tür stehen würde, um sich das zu holen, woran Großvater ihn eben noch hindern konnte.

Entschlossen sprang ich auf: „Großvater hat recht. Er muss weg, und zwar für immer. Er lässt sich eh oft monatelang nicht hier blicken, so dass es kaum jemandem auffallen wird, wenn er nicht mehr gesehen wird. Umso mehr, als der Krieg uns wohl schon recht bald erreichen wird.“

Großvater nickte mir zu. „Du bist wirklich erwachsen geworden, Anna. Ich stimme dir in allem zu und auch die beiden Frauen werden noch einsehen, dass wir recht haben!“ Grob stieß er Klaus mit einem seiner schweren Stiefel an. Auch er hatte die festliche Kleidung wieder gegen seine normale Arbeitskleidung getauscht, da es in seinen Augen keinen Anlass mehr zum Feiern gab.

Wir überlegten gemeinsam. Das Land war groß und einsam und eine kleine Unebenheit in einem Waldstück würde niemanden auffallen, der nicht direkt nach so etwas suchen würde. Auch ein kleines Sumpfgelände in unmittelbarer Nähe des Hofes würde sich dazu eignen, Hans sicher zu entsorgen, solange man seine Leiche ausreichend beschweren würde.
Doch ich hatte ein andere Idee, die meinem Gedanken an Rache für das, was er mir angetan bzw. noch antun wollte, viel näherkam:

„Warum verfüttern wir ihn nicht lebend an unsere Schweine? Er war zeitlebens ein Schwein und auf diese Weise würde er sein verdientes Ende bekommen!“

Während die beiden Frauen sich entsetzt abwandten, gefiel mein Vorschlag Großvater ganz offensichtlich. „Eine gute Idee, Kindchen – öhm entschuldige Anna! Wir fangen gleich morgen in aller Frühe an. Die Schweine fressen eh alles und sollten tatschlich ein paar Knochen von dem Kerl übrigbleiben, werden wir auch diese sicher entsorgen.“
Mit diesen Worten versetzte er Karl noch einmal einen groben Tritt.

Ich hatte Karl die ganze Zeit über beobachtet. Als der Entschluss gefasst wurde, ihn umzubringen und zu entsorgen, war er leichenblass geworden. Erst als Großvater bekanntgab, dass wir ihn noch bis zum nächsten Morgen am Leben lassen würden, kam wieder etwas Farbe in sein Gesicht, in das sich sogar ein unheimliches Grinsen einschlich. Hier stimmte eindeutig etwas nicht!

Doch noch bevor ich Großvater von meiner Beobachtung erzählen konnte, klopfte es heftig an der hölzernen Eingangstüre. Wer konnte um diese Zeit noch etwas von uns wollen? Die Polizei? Höchst unwahrscheinlich, wir hatten uns nie etwas zu Schulden kommen lassen.

Noch einmal klopfte es heftig an der Türe. Und dieses Mal erhob sich gleichzeitig eine kräftige Stimme:

„He Klaus, he Peter, wir sind es nur, Eure Nachbarn, wir wollen doch auch Eurem Geburtstagkind gratulieren.“ In der Stimme lag etwas Unheilvolles und so gab Großvater Mama und Großmutter leise den Befehl, mit dem gefesselten Klaus in einem Nebenraum zu verschwinden. Und ich selbst sollte mich im dunklen Keller verstecken.

„Ich komme ja schon!“ brummelte mein Großvater, nicht ohne sich vorher zu vergewissern, dass seine Schrotflinte geladen und in Reichweite war.

Ich zur Kellertüre, ließ diese aber einen Spalt offen, damit ich alles mitbekommen würde.

Langsam wollte Großvater die Eingangstüre öffnen, doch sobald er sie auch nur eine Fußbreite geöffnet hatte, stießen kräftige Hände die Türe vollends auf und nun konnte ich unseren Nachbarn, seine beiden Söhne und sogar Bertha erkennen. Allerdings trug keiner der Vieren Kleidung, die zu einem Geburtstagsständchen passen würden. Im Gegenteil: alle trugen Arbeitskleidung und selbst Bertha trug Latzhose und schwere Arbeitsstiefel. Mir schwante Schlimmes und ein Blick in Klaus Gesicht, der noch sicher gefesselt im Nebenzimmer lag, ließ erkennen, dass er mit so etwas gerechnet hatte.
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